Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus vestitus
Auch bekannt als: Rubus vestitus
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Typisch für die Samt-Brombeere sind ihre weich behaarten, fast samtigen Jungtriebe und die zartrosa bis weißen Blüten. Du erkennst sie zudem an den charakteristischen fünfzähligen Blättern, die auf der Unterseite oft graufilzig erscheinen. Diese Wildart ist ökologisch wertvoll, da sie über viele Monate hinweg Nahrung bietet und Vögeln wie der Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) oder der Wacholderdrossel (Turdus pilaris) einen geschützten Lebensraum sichert. Mit ihrer langen Blütezeit von April bis August schließt sie wichtige Lücken im Nahrungsangebot deines Gartens. Wenn du eine robuste, heimische Wildbeere suchst, die Natur und Ertrag verbindet, ist diese Pflanze eine wunderbare Wahl für dich.
Fünf Monate Blütezeit: Ein sicherer Hafen für Gartenrotschwanz und Kleiber.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Samt-Brombeere ein wertvoller Lebensbaustein für die heimische Fauna. Besonders Vögel profitieren von dem dichten Gestrüpp und den nahrhaften Früchten; dazu zählen etwa der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) und der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes). Da die Blütezeit von April bis August reicht, finden Insekten über einen außergewöhnlich langen Zeitraum Nahrung. Im Spätsommer und Herbst werden die Beeren von der Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und dem Kleiber (Sitta europaea) aufgesucht. Die Pflanze dient somit nicht nur als Futterquelle, sondern durch ihre Struktur auch als wichtiger Rückzugsort und potenzieller Brutplatz.
Die Samt-Brombeere ist nicht kindersicher, da ihre Triebe mit spitzen Stacheln bewehrt sind, die bei Berührung zu schmerzhaften Kratzern führen können. Die Früchte selbst sind essbar und ungiftig. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, solange man auf die typische Wuchsform und die Beerenstruktur der Brombeeren achtet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.03 m
Wähle für die Samt-Brombeere einen sonnigen Standort, damit die Früchte ihr volles Aroma entwickeln können.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; die Pflanze schätzt eine gleichmäßige Wasserversorgung ohne Staunässe.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen gewöhnlichen, lockeren Gartenboden.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Frost herrscht.
Achte bei der Pflanzung auf ausreichend Platz, da Brombeeren einen gewissen Ausbreitungsdrang besitzen.
Da die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft ist, solltest du sie an Stellen setzen, wo die Stacheln nicht stören.
Ein gelegentlicher Rückschnitt der zweijährigen Ruten nach der Ernte hält den Bestand vital.
Vermehren lässt sie sich leicht durch Absenker (Triebe, die bei Bodenkontakt Wurzeln bilden).
Gute Partnerin: Die Gemeine Hasel (Corylus avellana). Beide Arten ergänzen sich an Waldrändern hervorragend und bieten gemeinsam einen dichten Sichtschutz sowie wertvolle Nistplätze für Vögel.
Die Samt-Brombeere (Rubus vestitus) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Indigenat (einheimische Art) weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Waldränder, Gebüsche und Lichtungen auf mäßig nährstoffreichen Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre starke, samtartige Behaarung an den Schößlingen (junge Triebe) aus, was sie von vielen anderen Arten der komplexen Gattung Rubus unterscheidet. Da sie als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder einheimisch gilt, ist sie perfekt in das hiesige Ökosystem integriert.
3 Videos zu Samt-Brombeere



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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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