Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix repens
Auch bekannt als: Moorweide, Kriech-Weide
Artengruppe
66
Arten
interagieren
218
Interaktionen
dokumentiert
18
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren silbrig-behaarten Blättern und dem niedrigen, oft kriechenden Wuchs fällt die Kriech-Weide (Salix repens) sofort auf. Ich schätze sie im Garten besonders als robusten Überlebenskünstler, der selbst auf mageren Standorten eine enorme ökologische Bedeutung entfaltet. Sie dient als lebensnotwendige Kinderstube für spezialisierte Falter, wie etwa die Heidekraut-Rindeneule (Acronicta menyanthidis) oder den Kleinen Wollspinner (Lasiocampa trifolii). Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die wenig Platz braucht, aber vielen Tieren hilft, liegst du mit ihr genau richtig. Du kannst sie wunderbar nutzen, um Struktur in sonnige Beete zu bringen.
Kompakter Naturschatz: Lebenswichtige Futterquelle für über 8 Schmetterlingsarten.
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Die Kriech-Weide ist nach aktuellen Bestäubungsdaten ein hochkarätiger ökologischer Baustein im Naturgarten. Sie fungiert als essenzielle Raupenfutterpflanze für eine Vielzahl von Faltern, darunter die Grüne Erdeule (Actebia praecox) und der Gestreifte Harlekin (Eulithis testata). Auch seltenere Arten wie der Birken-Gürtelpuppenspanner (Cyclophora pendularia) oder der Espen-Saumspanner (Epione vespertaria) sind auf diese Weidenart angewiesen. Selbst die Weidenkätzchen-Eule (Earias clorana) und die C-Schwarze Bodeneule (Xestia c-nigrum) profitieren massiv von ihrem Vorhandensein. Ohne diese Pflanze würden viele dieser spezialisierten Arten aus unseren Gärten verschwinden.
Die Kriech-Weide wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Weidengewächse enthält sie in der Rinde Salicylate, die bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen können. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht jedoch aufgrund ihres charakteristischen niedrigen Wuchses kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.41 m
Damit die Kriech-Weide gut gedeiht, solltest du ihr einen vollsonnigen Platz in deinem Garten reservieren.
Standort: Sie benötigt viel Licht und verträgt keine Beschattung durch größere Gehölze.
Boden: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber unbedingt nährstoffarm bleiben, da sie ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Pflanzung ist von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich, da sie natürlich kompakt wächst.
Vermehrung: Die Vermehrung gelingt am besten über Stecklinge im Frühjahr.
Mykorrhiza: Da sie eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, solltest du auf chemische Dünger verzichten.
Kombination: Als Partnerin empfehle ich die Besenheide (Calluna vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für lichte, magere Standorte und bilden gemeinsam einen wertvollen Lebensraum für Insekten.
Die Kriech-Weide (Salix repens) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Pionierstandorte sowie Magerstandorte (nährstoffarme Flächen) wie Heiden oder Dünen. Botanisch ist sie durch ihre Ektomykorrhiza (EM) interessant, eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen, die ihr die Nährstoffaufnahme auf kargem Grund erleichtert. Anders als die meisten Weiden wächst sie strauchartig und bleibt mit einer Höhe von meist unter einem Meter sehr kompakt.
3 Videos zu Kriech-Weide (Artengruppe)



21 Arten interagieren mit dieser Pflanze
18 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
27 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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