Bild folgtKI-generierte IllustrationScabiosa columbaria subsp. pratensis
Auch bekannt als: Frühblühende Tauben-Skabiose, Scabiosa columbaria subsp. pratensis
105
Arten
interagieren
148
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für die Wiesen-Skabiose sind ihre zierlichen, blauvioletten Blütenköpfe, die auf langen, drahtigen Stielen über dem Laub tanzen. Sie ist eine unverzichtbare Bereicherung für sonnige Gartenbereiche, da sie als Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten wie den Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und die Rotbeinige Furchenbiene dient. Wer diese Pflanze im Garten ansiedelt, fördert aktiv die Artenvielfalt auf kargen Böden. Mit ihrer moderaten Höhe fügt sie sich harmonisch in jede naturnahe Wiese ein. Wenn Sie einen eher trockenen Standort haben, machen Sie mit dieser Wahl alles richtig.
Elegante Hungerkünstlerin: Die 0,4 m hohe Nektaroase für seltene Scheckenfalter.
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Diese Pflanze ist eine erstklassige Tankstelle für spezialisierte Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) und der Silbrige Perlmuttfalter (Euphydryas intermedia) von ihrem Nektar. Auch die Rotbeinige Furchenbiene ist ein häufiger Gast an den Blüten. Die Vermehrung erfolgt über leichte Samen (Diasporen), die nur 1,7149 mg wiegen und so ideal durch den Wind oder durch Bodenbewohner wie die Fremde Wegameise (Lasius alienus) verbreitet werden können. Im Winter bieten die verblühten Strukturen Schutz für Kleinstlebewesen.
Bitte beachten Sie, dass die Wiesen-Skabiose laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Ein vorsichtiger Umgang im Garten ist daher ratsam, insbesondere wenn kleine Kinder oder Haustiere Zugang haben. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unwohlsein kontaktieren Sie bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.397 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), an dem die Pflanze täglich mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Der Boden sollte mager, also nährstoffarm sein (Ellenberg Nährstoffe 3); bei fettem Gartenboden hilft das Einmischen von viel Sand oder Kies.
Achte auf ein kalkhaltiges Substrat, da die Pflanze basische Bedingungen (Ellenberg Reaktion 8) bevorzugt.
Halte den Boden eher trocken (Ellenberg Feuchte 3) und vermeide Staunässe unbedingt.
Die Pflanzung erfolgt idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Mit einer Wuchshöhe von 0,4 m benötigt sie keinen Stützstab, sollte aber nicht von mastigen Gräsern bedrängt werden.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte im Sommer kann eine zweite Blühphase im September anregen.
Gute Partnerin: Das Echte Labkraut (Galium verum) – es hat identische Ansprüche an Kalk und Trockenheit und blüht zeitgleich in leuchtendem Gelb.
Die Wiesen-Skabiose gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo sie auf kalkhaltigen Untergründen gedeiht. Morphologisch zeichnet sie sich durch fiederspaltige Stängelblätter aus, während die Grundblätter oft ungeteilt sind. Als Archäophyt ist sie eine alteingesessene Art, die bereits vor langer Zeit durch menschliche Einflüsse zu uns kam und fest in unsere Ökosysteme integriert ist.
3 Videos zu Wiesen-Skabiose



101 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →