Bild folgtKI-generierte IllustrationScabiosa lucida
Auch bekannt als: Glänzende Skabiose
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Arten
interagieren
200
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren violett-rosa Blütenköpfchen, die wie kleine Nadelkissen geformt sind, fällt die Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida) sofort auf. Typisch für diese heimische Wildstaude sind zudem die auffallend glänzenden, tief eingeschnittenen Grundblätter, die ihr den Namen gaben. Da sie über den langen Zeitraum von April bis September blüht, stellt sie eine verlässliche Konstante in deinem Garten dar. Sie ist besonders wertvoll für Standorte mit magerem Boden, an denen viele Prachtstauden aufgeben. Wenn du einen sonnigen Platz mit durchlässiger Erde hast, ist sie die ideale Wahl, um die natürliche Artenvielfalt zu stärken. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück alpine Wiesengeschichte direkt in dein Beet.
Dauerblüherin für Magerrasen: Farbtupfer von April bis September.
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Aufgrund ihrer langen Blühphase von April bis September dient die Glanz-Skabiose als wichtige Nahrungsquelle über fast die gesamte Gartensaison. Da sie auf mageren Standorten gedeiht, unterstützt sie die spezialisierte Lebensgemeinschaft der Magerwiesen, die in unserer Kulturlandschaft selten geworden ist. Die flachen Blütenkörbe sind so gebaut, dass der Nektar für viele Bestäubergruppen leicht zugänglich ist. In den Wintermonaten bieten die verholzten Samenstände zudem eine wertvolle Struktur im Garten. Da die Pflanze indigen (einheimisch) ist, ist sie perfekt an die hiesigen klimatischen Bedingungen angepasst und fördert die Stabilität des lokalen Ökosystems.
Die Glanz-Skabiose wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen glänzenden Blätter und der spezifischen Blütenform kaum. Die Pflanze selbst ist keine klassische Giftpflanze, sollte aber nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, um die Vitalität der Pflanze zu fördern.
Boden: Die Glanz-Skabiose ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und benötigt mageren, kalkhaltigen Boden ohne Düngergaben.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei Staunässe (stehendes Wasser) unbedingt vermieden werden muss.
Pflanzzeit: Setze die Staude entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt verblühter Stiele kann die Pflanze zu einer Nachblüte anregen.
Winter: Die vertrockneten Pflanzenteile solltest du erst im Spätwinter entfernen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Vermehrung: Eine Selbstaussaat ist an geeigneten Standorten erwünscht und kann durch das Stehenlassen der Samenköpfe gefördert werden.
Kombinationspartner: Das Echte Labkraut (Galium verum) ist eine ideale Nachbarin, da beide Arten ähnliche Ansprüche an die Nährstoffarmut stellen und sich optisch ergänzen.
Die Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida) ist ein Mitglied der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae) innerhalb der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie besiedelt bevorzugt Kalkmagerrasen (nährstoffarme Wiesen auf Kalkuntergrund) und sonnige Felsschuttfluren. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet eine kräftige Pfahlwurzel, während die Blütenköpfe am Ende langer, fast blattloser Stängel stehen, was sie deutlich von anderen Wiesenblumen unterscheidet.
2 Videos zu Glanz-Skabiose


21 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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