
Sedum acre
Auch bekannt als: Scharfe Fetthenne
44
Arten
interagieren
107
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) durch seine dicken, walzenförmigen Blätter und die leuchtend gelben, sternförmigen Blüten, die im Frühsommer dichte Teppiche bilden. Als Sukkulente (Wasserspeicherpflanze) besetzt er Nischen im Garten, die für andere Arten zu trocken und heiß sind. Er ist eine essenzielle Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten wie die Dunkelgrüne Schmalbiene und den Argusbläuling (Plebejus argus). Mit seinen nur wenige Zentimeter hohen Polstern begrünt er Mauerkronen und Kiesflächen fast ohne dein Zutun. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze für karge Sonnenplätze suchst, ist er die ideale Wahl.
Überlebenskünstler auf 7 cm: Ein gelbes Blütenmeer für den Argusbläuling.
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In der Blütezeit von Juni bis Juli verwandelt sich die Pflanze in eine wichtige Insektentankstelle. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen die Dunkelgrüne Schmalbiene und die Erdhummel (Bombus terrestris) die Blüten intensiv. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt das Angebot an Nektar und Pollen auf den sonst kargen Standorten. Besonders wertvoll ist er für den Argusbläuling (Plebejus argus), der hier eine verlässliche Nahrungsquelle findet. Da die Pflanze wintergrün ist, bieten ihre dichten Polster auch in der kalten Jahreszeit Schutz für kleine Bodenlebewesen. Durch die Windausbreitung seiner leichten Samen trägt er zur Vernetzung von Biotopen auf engstem Raum bei.
Der Scharfe Mauerpfeffer ist als nicht kindersicher eingestuft. Der Verzehr der Pflanzenteile oder Kontakt mit dem scharf schmeckenden Saft kann zu Reizungen führen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Achte darauf, die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite spielender Kleinkinder zu setzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.071 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit hoher Lichtintensität, ideal für Standorte mit Ellenberg-Lichtwert 8.
Boden: Der Boden muss mager (nährstoffarm) und sehr gut durchlässig sein; Sand oder feiner Schotter sind perfekt.
Feuchtigkeit: Halte die Pflanze trocken; sie benötigt nach dem Anwachsen kaum zusätzliche Wassergaben.
pH-Wert: Bevorzuge kalkhaltige oder basische Untergründe, da er ein Schwachzehrer kalkreicher Böden ist.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Mit 0.07 m bildet er flache Polster und muss nicht zurückgeschnitten werden.
Vermehrung: Er breitet sich durch Selbstaussaat oder abgebrochene Sprossteile, die leicht anwurzeln, von selbst aus.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind der Natternkopf (Echium vulgare) oder der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) – beide teilen die Liebe zu trockenen, kargen Sonnenstandorten.
Der Scharfe Mauerpfeffer gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Ruderalflächen (vom Menschen beeinflusste Rohböden). Er erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.07 m und wächst als ausdauernde, nicht verholzte Pflanze. Botanisch interessant sind seine Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die mit nur 0.0336 mg so leicht sind, dass sie durch den Wind oder Fernausbreitung neue Lebensräume erschließen.
40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Irina Borsuchenko / Adobe Stock / AdobeStock_471509547
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