Bild folgtKI-generierte IllustrationThymus serpyllum agg.
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Du erkennst Quendel an seinem dichten, bodennahen Wuchsteppich und den zarten, purpurrosa Blütenköpfen, die bei Berührung einen würzigen Duft verströmen. In deinem Naturgarten ist dieser Überlebenskünstler unverzichtbar für trockene, sonnige Stellen, an denen kaum etwas anderes gedeiht. Er dient als lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Insekten wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) oder den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Mit seiner geringen Höhe eignet er sich hervorragend als lebendige Füllung für Pflasterritzen oder als Beeteinfassung. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die auch heiße Sommer ohne Gießen übersteht, liegst du hier genau richtig.
Sechs Zentimeter geballte Naturkraft: Der duftende Magnet für Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Quendel ein Magnet für bedrohte Falterarten wie den Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele). Auch für die Wildbienenwelt ist er von hoher Bedeutung; neben der Rotbeinigen Furchenbiene (Halictus rubicundus) besucht auch die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) regelmäßig die Blüten. Die winzigen Blätter dienen zudem dem Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) als wichtige Nahrungsquelle. Durch seine sehr leichten Samen, die lediglich 0,1877 mg wiegen, ist eine Fernausbreitung durch den Wind möglich, was die Vernetzung von Biotopen in der Nachbarschaft fördert. Im Winter bieten die dichten Polster zudem wertvollen Unterschlupf für kleine Laufkäfer und andere Nützlinge.
Der Quendel gilt als ungiftig und ist eine bekannte Gewürz- und Heilpflanze. Da er jedoch reich an ätherischen Ölen ist, sollten Menschen mit sehr empfindlicher Haut bei intensivem Kontakt vorsichtig sein. Für Haustiere und Kinder besteht ansonsten keine Gefahr durch diese robuste Wildpflanze.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.06 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Einstrahlung (Ellenberg Licht 8).
Der Boden muss ein Schwachzehrer-Standort (magerer Boden) sein; mische bei fettem Gartenboden reichlich Sand oder Kies unter.
Achte auf extreme Durchlässigkeit, da die Pflanze Trockenheit bevorzugt (Ellenberg Feuchte 3) und keine Staunässe verträgt.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Halte beim Einsetzen der Jungpflanzen einen Abstand von etwa 15 bis 20 cm ein.
Ein Rückschnitt nach der Blüte hält die Polster kompakt und verhindert ein Auseinanderfallen der Mitte.
Da die Samen mit 0,1877 mg sehr leicht sind, breitet sich die Pflanze durch Selbstaussaat an passenden Stellen im Garten von alleine aus.
Gute Partnerin: Die Berg-Sandglöckchen (Jasione montana) — sie bevorzugt die gleichen mageren Bedingungen und setzt blaue Akzente zum Rosa des Quendels.
Der Quendel gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in ganz Deutschland heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen mit kalkhaltigem Untergrund. Botanisch handelt es sich um einen kriechenden Strauch, der eine exakte Wuchshöhe von 0.06 m erreicht und nicht verholzt. Auffällig sind seine sehr kleinen, breitblättrigen Blätter mit einer Fläche von nur 7,3 mm², die den Wasserverlust durch Verdunstung minimieren. Die Pflanze nutzt eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Pilzsymbiose an den Wurzeln), um an kargen Standorten optimal Nährstoffe aufzunehmen.
46 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →