
Amelanchier ovalis
Auch bekannt als: Edelweißstrauch, Gemeine Felsenbirne, Felsenmispel, Gewöhnliche Felsenbirne
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Arten
interagieren
49
Interaktionen
dokumentiert
An den schneeweißen, sternförmigen Blüten und den im Austrieb weiß-filzig behaarten Blättern lässt sich die Echte Felsenbirne (Amelanchier ovalis) sofort erkennen. Als einziger bei uns heimischer Vertreter ihrer Gattung ist sie ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten. Besonders der Baumweißling (Aporia crataegi) profitiert von diesem Strauch als wichtige Nahrungsquelle. Du schaffst mit ihr einen wertvollen Rückzugsort für Vögel, die in den dichten Zweigen Schutz und Nahrung finden. Wenn du einen robusten Strauch suchst, der wenig Arbeit macht und viel Leben anzieht, liegst du mit ihr genau richtig.
Heimisches Kraftpaket: Magnet für den Pirol und schneeweißer Blütenzauber.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Echte Felsenbirne eine wertvolle Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten wie den Baumweißling (Aporia crataegi). Im Sommer verwandelt sich der Strauch in eine begehrte Futterstelle für die Vogelwelt. Die saftigen Früchte locken unter anderem die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) an. Auch der Kleiber (Sitta europaea) und der Pirol (Oriolus oriolus) nutzen das Nahrungsangebot intensiv. Durch die Blütezeit im Frühjahr bietet sie zudem Nektar für früh fliegende Bestäuber, wenn das allgemeine Angebot noch begrenzt ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.08 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze sehr lichtbedürftig ist.
Boden: Der Boden sollte eher trocken, basenreich und gerne kalkhaltig sein.
Pflanzzeit: Setze den Strauch zwischen März und Mai oder von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig, da sie langsam wächst; alte Äste können bei Bedarf an der Basis entfernt werden.
Wasserbedarf: Einmal eingewurzelt, übersteht sie durch ihre tiefen Wurzeln auch längere Trockenperioden problemlos.
Düngung: Sie ist an nährstoffarme Standorte angepasst; eine Gabe reifer Kompost im Frühjahr ist vollkommen ausreichend.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt am besten über Aussaat oder die Entnahme von Wurzelausläufern.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Gewöhnliche Wacholder (Juniperus communis). Beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und bilden zusammen ein authentisches Bild der heimischen Felsvegetation.
Die Echte Felsenbirne gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Sie ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz beheimatet und besiedelt dort bevorzugt felsige Hänge und lichte Wälder. Im Gegensatz zu den oft gepflanzten nordamerikanischen Arten bleibt sie mit etwa zwei bis drei Metern eher klein und wächst charakteristisch aufrecht und sparrig. Ihre Früchte färben sich im Sommer tiefblau bis schwarz und sind botanisch gesehen kleine Apfelfrüchte.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_607749051
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