
Campanula rapunculoides
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Arten
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227
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dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Acker-Glockenblume sofort an ihren langen, einseitswendigen Blütentrauben, an denen die violetten Glockenblüten wie an einer Schnur aufgereiht alle nach einer Seite hängen. Sie ist ein unverzichtbarer Ankerpunkt für die Artenvielfalt in deinem Garten, da sie spezialisierten Insekten wie der Glockenblumen-Scherenbiene einen lebenswichtigen Lebensraum bietet. Auch für acht verschiedene Sandbienen-Arten ist sie eine wertvolle Anlaufstelle. Wenn du eine Ecke im Halbschatten hast, in der sie sich etwas ausbreiten darf, förderst du aktiv den Erhalt dieser heimischen Schönheit. Ein unkomplizierter Gast, der ökologisch gesehen in der ersten Liga spielt.
Unverzichtbare Lebensquelle für die spezialisierte Glockenblumen-Scherenbiene.
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Diese Glockenblume ist ein echtes Kraftpaket für die Bestäuberwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie von zahlreichen Sandbienen besucht, darunter die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor), die Graue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Fuchsrote Sandbiene (Andrena fulva). Besonders wichtig ist sie für die spezialisierte Glockenblumen-Scherenbiene. Mit einem Nektarvolumen von 0,6165 Mikrolitern pro Blüte bietet sie eine reichhaltige Energiequelle. Da die Kronröhrentiefe (der Weg zum Nektar) nur etwa 4 Millimeter beträgt, können auch Insekten mit kürzeren Rüsseln hier erfolgreich Nahrung finden. Sogar die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) nutzt die Blüten gern als Ansitz für die Jagd.
Die Acker-Glockenblume wird in Bezug auf die Kindersicherheit als kritisch eingestuft. Es ist daher ratsam, darauf zu achten, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen besteht aufgrund der markanten, einseitswendigen Blütenform hingegen kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.48 m
Kronröhre
4.07 mm
Nektar
0.6165 µl/Blüte
Der ideale Standort liegt im Halbschatten, wo sie vor praller Mittagssonne geschützt ist.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und von der Beschaffenheit ein Mittelzehrer (normaler Gartenboden mit durchschnittlichem Nährstoffgehalt) sein.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Da sie Ausläufer bildet, solltest du ihr im Beet etwas Raum zur Entfaltung zugestehen.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr problemlos möglich.
Die Pflanze ist sehr robust und benötigt in der Regel keine zusätzliche Düngung.
Im Winter solltest du die verblühten Stängel stehen lassen, da sie wertvolle Winterquartiere für Insekten bieten.
Eine gute Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium).
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an den Boden stellen und die Schafgarbe mit ihrer flachen Blüte einen schönen Kontrast zu den tiefen Glocken bildet.
Die Acker-Glockenblume (Campanula rapunculoides) gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor dem Jahr 1492 bei uns heimisch war). Typischerweise besiedelt sie Waldränder oder mäßig feuchte Wiesen. Charakteristisch sind ihr aufrechter Wuchs und die herzförmigen Grundblätter, die jedoch zur Blütezeit oft schon verwelkt sind.
3 Videos zu Acker-Glockenblume



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59 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © MYKOLA OHORODNYK / Adobe Stock
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