
Centaurea scabiosa subsp. alpestris
Auch bekannt als: Centaurea scabiosa subsp. alpestris
130
Arten
interagieren
192
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren tief violetten Blütenköpfen mit den auffällig gefransten Randblüten lässt sich die Alpische Skabiosen-Flockenblume sofort erkennen. Diese Gebirgsschönheit ist ein wahrer Magnet für bedrohte Insekten und bietet spezialisierten Scheckenfaltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) wertvollen Nektar. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Art bleibt sie mit einer Wuchshöhe von 0,44 m kompakt und passt perfekt in Steingärten oder auf karge Flächen. Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und Hummeln aus dem Hellen Erdhummel-Komplex (Bombus lucorum agg.) zählen zu den regelmäßigen Gästen. Wenn du einen sonnigen, kalkreichen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Pflanze einen echten Beitrag zum alpinen Artenschutz leisten.
Die 44 Zentimeter hohe alpine Schönheit: Ein Muss für Scheckenfalter-Fans.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Flockenblume eine lebenswichtige Tankstelle für zahlreiche Tagfalter. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter profitiert, darunter Arten wie der Graubündener Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Auch die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) besucht die Blüten regelmäßig zur Pollenernte. Für Nachtfalter wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) bietet sie ebenfalls Nahrung. Da die Samen mit über 9 mg recht schwer sind, fallen sie oft in die Nähe der Mutterpflanze oder werden von Tieren verschleppt, was im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für bodenfressende Vögel darstellt.
Die Alpische Skabiosen-Flockenblume wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, da dies zu Unverträglichkeiten führen kann. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.441 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), ideal sind mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne am Tag.
Boden: Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Standort (magerer Boden) sein. Dünge nicht und mische bei Bedarf Sand oder Kies unter.
Feuchtigkeit: Sie bevorzugt frische bis mäßig feuchte Bedingungen (Feuchtezahl 4), verträgt aber keine Staunässe.
Kalkgehalt: Als kalkliebende Art (Reaktionszahl 8) gedeiht sie am besten auf basischen Böden.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling (März-Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Wuchs: Beachte den Platzbedarf für eine Höhe von 0.44 m; sie wächst horstig und kompakt.
Pflege: Schneide die Samenstände erst im Spätwinter zurück, um die Ausbreitung zu fördern.
Pflanzpartner: Gute Partnerin ist die Kalk-Aster (Aster amellus) – beide teilen die Vorliebe für sonnige, kalkreiche Magerrasen und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Centaurea scabiosa subsp. alpestris gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine indigen (einheimische) Unterart, die vor allem in den Bergregionen Deutschlands und der Schweiz vorkommt. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige (basische) Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) in kühleren, alpinen Lagen. Als krautige Pflanze ist sie nicht verholzt und erreicht eine exakte Wuchshöhe von 0.44 m. Besonders markant ist ihre Anpassung an karge Standorte durch eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme). Ihre Samen sind mit 9,39 mg vergleichsweise schwer, was zu einer Kurzdistanz-Ausbreitung im direkten Umkreis führt.
3 Videos zu Alpische Skabiosen-Flockenblume



112 Arten interagieren mit dieser Pflanze
16 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_329161033
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