Bild folgtKI-generierte IllustrationCotoneaster horizontalis
Auch bekannt als: Fächer-Steinmispel
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Arten
interagieren
64
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An dem streng fächerförmigen Wuchs, der an ein Fischskelett erinnert, lässt sich die Fächer-Zwergmispel (Cotoneaster horizontalis) sofort erkennen. Im Mai schmückt sie sich mit unzähligen kleinen Blüten, die eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten darstellen. Besonders der Helle Erdhummel-Komplex (Bombus lucorum agg.) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) steuern das Gehölz dann gezielt an. Für die Raupen des Ringelspinners (Malacosoma neustria) bietet die Pflanze zudem eine lebensnotwendige Futtergrundlage. Auch der Kleine Fuchs (Aglais urticae) findet hier Nahrung. Wenn du eine robuste Strukturpflanze suchst, die Leben in deinen Garten bringt, ist dieser Strauch eine gute Wahl.
Fächerförmiges Blütenmeer: Die wichtigste Kinderstube für den Ringelspinner.
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Für die heimische Insektenwelt ist dieser Strauch im Frühjahr ein wichtiger Anlaufpunkt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen vor allem die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und verschiedene Arten des Hellen Erdhummel-Komplexes (Bombus lucorum agg.) die Blüten im Mai an. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen das Angebot. Eine besondere Bedeutung hat die Pflanze als Kinderstube für den Ringelspinner (Malacosoma neustria), dessen Raupen auf die Blätter angewiesen sind. Sogar Ameisen wie die Fremde Wegameise (Lasius alienus) werden von den Blüten angelockt. Da die Pflanze Früchte trägt, dient sie im Winter zudem vielen Vögeln als Energiereserve.
Die Fächer-Zwergmispel ist als nicht kindersicher eingestuft. Ihre kleinen roten Früchte enthalten geringe Mengen an cyanogenen Glykosiden (Stoffe, die Blausäure freisetzen können) und können bei Verzehr zu Übelkeit führen. Achte daher besonders darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Die Fächer-Zwergmispel ist ein genügsamer Gast, der vor allem Licht und Wärme schätzt. Am besten pflanzt du sie an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit durchlässigem Boden. Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist. Da sie Trockenheit gut verträgt, ist sie für sonnige Böschungen prädestiniert. Ein Rückschnitt ist meist nicht nötig, kann aber im Spätwinter erfolgen, um die Form zu wahren. Die Vermehrung gelingt am einfachsten über Stecklinge im Sommer. Als Partnerin empfehle ich die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis). Beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige, eher trockene Standorte und bieten nacheinander wertvolle Nahrung für Bestäuber an. Achte darauf, dem Strauch genug Platz zur Seite zu lassen, da er eher in die Breite als in die Höhe wächst.
Die Fächer-Zwergmispel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz verbreitet. Sie wächst bevorzugt an sonnigen Standorten und kommt gut mit kargen, felsigen Untergründen zurecht. Typisch für dieses sommergrüne Gehölz ist die flächige Ausbreitung, wobei die Zweige fast rechtwinklig von der Hauptachse abzweigen. Diese Morphologie (Lehre von der Struktur und Form) macht sie zu einem idealen Bodendecker für Böschungen und Mauerkronen. In der freien Natur besiedelt sie oft Pionierstandorte (unbesiedelte Lebensräume wie Schutthalden).
36 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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