Bild folgtKI-generierte IllustrationHirschfeldia incana
Auch bekannt als: Graukohl, Hirschfeldia incana
58
Arten
interagieren
236
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Grausenf an seinen graufilzigen, behaarten Blättern und den hellgelben Blüten, die in lockeren Trauben an den verzweigten Stängeln sitzen. Diese Pflanze ist für den Naturgarten eine echte Bereicherung, da sie in einer Zeit blüht, in der viele Insekten dringend Energie benötigen. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) steuern die Blüten gerne an. Da er auch auf kargen Flächen gedeiht, füllt er oft ökologische Nischen, die andere Pflanzen meiden. Wenn du ein sonniges Plätzchen frei hast, ist dieser robuste Kreuzblütler eine tolle Wahl für dich.
Gelbe Energiequelle im Mai: Ein Magnet für die Rotbeinige Furchenbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Grausenf eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Wildbienen wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzen den Nektar im Monat Mai intensiv. Für den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) stellt die Pflanze ebenfalls eine wertvolle Anlaufstelle dar. Da er bereits im Mai seine volle Blüte erreicht, bietet er Nahrung, wenn die Frühjahrsblüher verblassen und die Sommerstauden noch nicht bereit sind. Die nach der Blüte reifenden Samen sind zudem eine Energiequelle für körnerfressende Vögel.
Der Grausenf ist nicht als kindersicher eingestuft und sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen. Er enthält Senföle, die bei Hautkontakt oder Verzehr Reizungen hervorrufen können. Eine Verwechslung mit dem Ackersenf (Sinapis arvensis) ist möglich, allerdings ist der Grausenf deutlich stärker grau behaart.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.56 m
Standort: Wähle einen Platz in der vollen Sonne, da die Pflanze sehr lichthungrig ist.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal; er sollte weder zu nährstoffarm noch übermäßig gedüngt sein.
Feuchtigkeit: Der Grausenf bevorzugt trockene Bedingungen und kommt mit sommerlicher Hitze hervorragend zurecht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November in die Erde, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam; ein Rückschnitt ist nach der Blüte im Mai möglich, um die Selbstaussaat zu kontrollieren.
Vermehrung: Er vermehrt sich zuverlässig über Samen, die an den schmalen Schoten reifen.
Kombination: Eine gute Nachbarin ist die Gelbe Resede (Reseda lutea). Beide Arten teilen sich den Vorzug für sonnige, trockene Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Wert für spezialisierte Insekten.
Der Grausenf (Hirschfeldia incana) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist die einzige Art seiner Gattung in unserer Region. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanze) verbreitet. Typischerweise besiedelt er warme Ruderalstellen (unbebaute Rohbodenflächen) und Trockenrasen. Charakteristisch ist die bodenständige Blattrosette, aus der im Frühjahr der reich verzweigte Blütenstand austreibt.
46 Arten interagieren mit dieser Pflanze
12 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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