Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix phylicifolia
Auch bekannt als: Teeblättrige Weide
41
Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
35
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Teeblättrige Weide (Salix phylicifolia) durch ihre glänzenden, fast lederartigen Blätter auf, die oberseits dunkelgrün schimmern. Für deinen Naturgarten ist sie ein Gewinn, da sie als spezialisierte Raupenfutterpflanze für den Weiden-Blattspanner (Hydriomena ruberata) dient. Auch auffällige Falter wie der Baumweißling (Aporia crataegi) nutzen diesen Strauch als Lebensraum und Nahrungsquelle. Wenn du eine feuchte Stelle im Garten hast, bietet dieser Strauch die ideale Struktur für heimische Insekten. Du schaffst damit einen echten ökologischen Trittstein in deiner Nachbarschaft.
Wichtige Kinderstube für den Baumweißling und spezialisierte Weidenspanner.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieser Strauch eine unverzichtbare Kinderstube für die Raupen des Weiden-Blattspanners (Hydriomena ruberata). Darüber hinaus profitieren zahlreiche Falterarten von der Pflanze, darunter die Umbra-Sonneneule (Pyrrhia umbra), der Schlehenspanner (Angerona prunaria) und der Heide-Gelbspanner. Besonders der seltene Baumweißling (Aporia crataegi) wird regelmäßig als Besucher dokumentiert. Im Winter dienen die Zweige als Versteck für Kleintiere, während die Samenstände potenziell kleinen Singvögeln bei der Nahrungssuche helfen. Durch die Symbiose mit Bodenpilzen trägt sie zudem zur Gesundheit des gesamten Gartenbodens bei.
Die Teeblättrige Weide ist als nicht kindersicher eingestuft. Die Rinde enthält Bitterstoffe und Salicylate, die bei Verzehr Unwohlsein oder Magenbeschwerden auslösen können. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Beerensträuchern besteht aufgrund der weidentypischen Kätzchenblüten jedoch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.97 m
Suche der Teeblättrigen Weide einen Platz in der vollen Sonne.
Der Boden sollte dauerhaft feucht sein, da sie Trockenheit nur schlecht verträgt.
Sie ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf), normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung reicht also völlig aus.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Da sie eine Ektomykorrhiza (Symbiose, bei der Pilzfäden die Wurzelspitzen wie ein Mantel umschließen) eingeht, profitiert sie von einem lebendigen Boden.
Achte im ersten Jahr besonders darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet.
Ein Rückschnitt ist bei Bedarf möglich, sollte aber vor dem Austrieb im späten Winter erfolgen.
Gute Partnerin: Die Echte Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und bilden am Teichrand ein harmonisches, ökologisch wertvolles Team.
Die Teeblättrige Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in kühleren Regionen wie Österreich und dem Vereinigten Königreich heimisch. Sie wächst meist als vieltriebiger Strauch und bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung, wie sie in Moornähe oder an Bachläufen vorkommen. Typisch sind die oft rötlich gefärbten jungen Zweige und die Form der Blätter, die entfernt an Teesträucher erinnert. Als zweihäusige Pflanze trägt sie entweder männliche oder weibliche Blütenkätzchen.
3 Videos zu Teeblättrige Weide



4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
35 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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