Bild folgtKI-generierte IllustrationRaphanus raphanistrum
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren blassgelben oder weißlichen Blüten mit den deutlich hervortretenden, dunklen Adern lässt sich der Acker-Rettich (Raphanus raphanistrum) sofort erkennen. Als alte Kulturfolgerin bringt diese Pflanze eine wunderbare Wildheit und wertvolle Nahrung in deinen Garten. Vor allem Wildbienen wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) profitieren von der langen Blütezeit, die bis weit in den Oktober reicht. Der Rettich ist herrlich anspruchslos und zeigt dir, wie lebendig eine naturnahe Ecke sein kann. Wenn du ihn wachsen lässt, förderst du aktiv die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür. Hast du schon einen sonnigen Platz für diesen robusten Gast reserviert?
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Der Acker-Rettich ist eine essentielle Tankstelle für spezialisierte Bestäuber. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er besonders von der Aschgrauen Sandbiene (Andrena cineraria) und der Gewöhnlichen Bindensandbiene (Andrena flavipes) geschätzt. Auch die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) nutzt das Angebot während der gesamten Blühphase von Juni bis Oktober. Verschiedene Arten der Punktkäfer finden sich regelmäßig auf den Blüten ein. Da die Samen mit über 11 mg recht schwer sind, erfolgt die Ausbreitung eher über kurze Distanzen, was lokale Populationen stabilisiert. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände Vögeln als wertvolle Energiequelle.
Der Acker-Rettich wird als nicht kindersicher eingestuft. Die Pflanze enthält Senfölglykoside, die bei Verzehr in größeren Mengen oder bei empfindlicher Haut Reizungen hervorrufen können. In einem Garten mit kleinen Kindern ist daher ein achtsamer Umgang ratsam, auch wenn die Pflanze keine starke Giftwirkung besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.345 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), idealerweise mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, also eine gleichmäßige Grundfeuchte ohne Staunässe aufweisen.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) gedeiht er in normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung.
Die Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 cm ein, damit sich die Pflanze bis zu ihrer Höhe von 0.65 m frei entfalten kann.
Da er einjährig oder zweijährig wächst, solltest du die verblühten Triebe für die Selbstaussaat stehen lassen.
Eine Bodenvorbereitung ist kaum nötig, er kommt mit mäßig sauren bis neutralen Bedingungen gut zurecht.
Gute Partnerin: Die Kornblume (Centaurea cyanus) – beide teilen den Standortanspruch und fördern gemeinsam die Feldflora-Biodiversität.
Der Acker-Rettich gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und gilt in Mitteleuropa als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde). Er besiedelt bevorzugt sonnige Äcker und Ruderalstellen (unbebaute, oft kiesige Rohböden). Ein markantes Merkmal sind seine Gliederschoten, die bei Reife in einzelne, einsamige Abschnitte zerfallen und nicht wie herkömmliche Schoten aufklappen. Mit einer Wuchshöhe von 0.65 m wächst er krautig und bleibt dabei angenehm standfest.
3 Videos zu Acker-Rettich



37 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →