Bild folgtKI-generierte IllustrationSambucus racemosa
Auch bekannt als: Trauben-Holunder, sureau à grappes, Bergholler, Hirsch-Holunder, Berg-Holunder
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Roten Holunder sofort an seinen aufrechten, kegelförmigen Blütenrispen (Blütenstände) und den leuchtend scharlachroten Beeren, die im Sommer erscheinen. Er ist eine der wichtigsten heimischen Gehölzarten für die Vogelwelt, da seine Früchte deutlich früher reifen als die vieler anderer Sträucher. Besonders Drosselarten wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) sind auf diese frühe Energiequelle angewiesen. Wenn du eine halbschattige Ecke in deinem Garten hast, bietet dieser Strauch eine wunderbare Möglichkeit, Wildtiere direkt vor dem Fenster zu beobachten. Er ist robust, pflegeleicht und bringt eine natürliche Waldatmosphäre in dein grünes Reich.
Die erste Beeren-Tankstelle des Jahres für Rotkehlchen und Drosseln
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Der ökologische Wert dieses Strauches liegt vor allem in seiner Funktion als Nahrungsquelle für Vögel im Hochsommer. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er intensiv von der Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und der Misteldrossel (Turdus viscivorus) genutzt. Auch das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) und der Grünfink (Chloris chloris) finden hier wertvolle Nahrung. Für die Insektenwelt ist er ebenfalls von Bedeutung, da er als Raupenfutterpflanze für den Schlehenspanner (Angerona prunaria) dient. Da die Beeren reifen, wenn andere Sträucher noch grüne Früchte tragen, schließt er eine wichtige Versorgungslücke im Jahresverlauf.
Der Rote Holunder ist nicht kindersicher, da die Beeren im rohen Zustand giftige Stoffe enthalten, die Übelkeit auslösen können. Eine Verwechslung mit dem essbaren Schwarzen Holunder (Sambucus nigra) ist möglich. Unterscheide sie an der Fruchtfarbe und den Blüten: Der Rote Holunder hat rote Beeren in kegelförmigen Rispen, während der Schwarze Holunder dunkle Beeren in flachen Dolden (schirmförmigen Blütenständen) trägt.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.44 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten.
Boden: Er ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf), daher sollte der Boden humos und nährstoffreich sein.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden.
Achte darauf, dass der Boden nicht vollständig austrocknet, da der Strauch empfindlich auf Wassermangel reagiert.
Pflanzzeit: Setze den Strauch am besten von März bis Mai oder zwischen September und November in die Erde.
Wichtig ist dabei, dass der Boden offen (frostfrei) ist.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Vitalität des Strauches fördern.
Du kannst altes Holz bodennah entfernen, um Platz für junge, kräftige Triebe zu schaffen.
Die Vermehrung gelingt unkompliziert über Steckhölzer (holzige Zweigstücke) während der Winterruhe.
Er wächst recht zügig und bietet dadurch innerhalb weniger Jahre einen natürlichen Sichtschutz.
Gute Partnerin: Die Hasel (Corylus avellana).
Beide Pflanzen teilen ähnliche Ansprüche an den Boden und bilden zusammen ein ökologisch wertvolles Dickicht für Vögel.
Der Rote Holunder (Sambucus racemosa) gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Er besiedelt bevorzugt Waldränder, Lichtungen und Gebüsche auf frischen, nährstoffreichen Böden. Du erkennst ihn an seinem strauchartigen Wuchs, der selten mehr als vier Meter Höhe erreicht, und den charakteristischen zimtbraunen Markfüllungen im Inneren der Zweige. Seine Blüten stehen in dichten, eiförmigen Rispen, was ihn morphologisch (gestaltlich) deutlich vom Schwarzen Holunder unterscheidet. Nach aktuellen Daten gilt er in der Region als nicht gefährdet.
3 Videos zu Roter Holunder



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
33 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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