Bild folgtKI-generierte IllustrationSorghum bicolor
Auch bekannt als: Kauliang, Faserhirse, Wilde Mohrenhirse, Hirse, Durrha, Sorgumhirse
51
Arten
interagieren
59
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Sorghumhirse (Sorghum bicolor) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren breiten Blättern und der stattlichen, grasartigen Gestalt ist sie eine imposante Erscheinung im Garten. Für den Naturschutz ist sie besonders wertvoll, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten als wichtiger Lebensraum für spezialisierte Falter wie den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) oder den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) dient. Auch Vögel schätzen die schweren Samen als energiereiche Nahrung im Herbst. Wenn du ein Strukturgras suchst, das ökologisch punktet und wenig Ansprüche stellt, ist dieses Süßgras genau die richtige Wahl für dich.
Imposanter 1,61-m-Riese: Ein Magnet für seltene Dickkopffalter von Juli bis August.
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Dieses Gras ist eine Bereicherung für die heimische Falterwelt. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Schwarzgefleckte Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola). Auch der seltene Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) nutzt die Bestände. Neben Schmetterlingen profitieren Vögel wie die Kanada-Gans (Branta canadensis) von den nahrhaften, schweren Samen. Sogar Insekten wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) werden von der Pflanze angezogen. Damit förderst du mit nur einer Art eine Vielzahl unterschiedlicher Tiergruppen in deinem Garten.
Die Sorghumhirse wird in Fachdatenbanken als nicht explizit kindersicher geführt, was oft an den scharfkantigen Blättern liegt, die bei unvorsichtiger Berührung zu kleinen Schnittwunden führen können. Sie ist jedoch keine klassische Giftpflanze. Achte einfach darauf, dass Kinder im Spielbereich nicht direkt durch die hohen Halme laufen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.609 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 9), da das Gras für eine gesunde Entwicklung maximale Strahlung benötigt.
Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein (Ellenberg Feuchte 4); vermeide jedoch staunasse Bereiche.
Als Mittelzehrer (Ellenberg Nährstoffe 6) benötigt sie einen Boden mit mäßigem Stickstoffgehalt; normale Gartenerde reicht meist völlig aus.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling zwischen März und Mai, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist.
Achte bei der Pflanzung auf die Endhöhe von 1.61 m und gib dem Gras genügend Raum zur Entfaltung.
Da das Gras nicht verholzt, kannst du die vertrockneten Halme über den Winter stehen lassen und erst im Spätwinter zurückschneiden.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat der schweren Samen im Umkreis der Pflanze.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) — sie gedeiht unter ähnlichen Bedingungen und bietet einen farblichen Kontrast zum Blattgrün.
Die Sorghumhirse gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sie bevorzugt mäßig warme Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch eine exakte Wuchshöhe von 1.61 m und eine beachtliche Blattfläche von über 13400 mm² aus. Als AM-Pflanze (bildet eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen zur Nährstoffaufnahme) ist sie im Boden gut vernetzt. Die schweren Diasporen (Samen) mit etwa 11,2 mg sorgen für eine Ausbreitung über kurze Distanzen oder durch Tiere.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →