Bild folgtKI-generierte IllustrationVeronica officinalis
Auch bekannt als: Wald-Ehrenpreis
45
Arten
interagieren
71
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Echten Ehrenpreis (Veronica officinalis) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze fällt durch ihre zart hellblauen bis violetten Blütentrauben und die fein behaarten, am Boden kriechenden Triebe sofort auf. In deinem Naturgarten ist er ein wertvoller Langzeitblüher, der von April bis September eine beständige Nahrungsquelle bietet. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) profitieren enorm von seinem Angebot. Wenn du eine pflegeleichte Staude suchst, die auch an schattigeren Plätzen gut gedeiht und den Boden sanft bedeckt, machst du mit ihm alles richtig.
Blauer Blütenteppich von April bis September: Ein Magnet für Sandbienen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Echte Ehrenpreis eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Wildbienen. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum). Auch die seltene Panzers Wespenbiene (Nomada panzeri) und die Wald-Lockensandbiene (Andrena fuscipes) fliegen die Blüten an. Für den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) stellt die Pflanze eine verlässliche Nektarstation während der langen Blühphase dar. Durch den kriechenden Wuchs bietet er zudem Schutz für am Boden lebende Kleintiere und trägt zur Stabilisierung des Mikroklimas bei.
Der Echte Ehrenpreis wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb bei kleinen Kindern im Haushalt Vorsicht geboten ist. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht kaum, doch sollten die behaarten Blätter und die typischen Blütenstände genau betrachtet werden. Er ist ein ungiftiger Bestandteil der heimischen Flora, aber kein klassisches Naschgemüse.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Wähle für den Echten Ehrenpreis einen Standort im Halbschatten mit frischem (mäßig feuchtem) Boden.
Er ist ein typischer Schwachzehrer (nährstoffarmer Boden), weshalb du auf Düngergaben im Garten gänzlich verzichten solltest.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen) eingeht, verbessert sie langfristig die Bodenstruktur.
Die Vermehrung ist unkompliziert durch das Abtrennen bewurzelter Ausläufer oder durch Teilung möglich.
Achte darauf, dass der Boden nicht austrocknet, da er mäßige Feuchtigkeit bevorzugt.
Ein Rückschnitt nach der Blüte ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Bildung neuer Triebe anregen.
Gute Partnerin: Die Blutwurz (Potentilla erecta) – beide teilen die Vorliebe für magere, frische Standorte und fördern gemeinsam die Vielfalt im Halbschatten.
Der Echte Ehrenpreis gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimische Wildpflanze. Er besiedelt bevorzugt lichte Wälder, Heiden und Magerwiesen, die als nährstoffarme Standorte bekannt sind. Botanisch zeichnet er sich durch seine gegenständigen, elliptischen Blätter mit gesägtem Rand und die drüsige Behaarung der Stängel aus. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet er kriechende Ausläufer, die an den Knoten Wurzeln schlagen können.
43 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →