
Veronica persica
Auch bekannt als: véronique de perse
90
Arten
interagieren
137
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den leuchtend himmelblauen Blüten mit dem hellen Auge lässt sich der Persische Ehrenpreis (Veronica persica) sofort erkennen. Er ist eine der wenigen Pflanzen, die dir fast das ganze Jahr über Freude bereiten, da er selbst an milden Wintertagen seine Blüten öffnet. Für deinen Naturgarten ist er wertvoll, weil er als verlässliche Futterquelle für die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) dient. Da er nährstoffreiche Böden liebt, zeigt er dir meist an, wo dein Gartenboden besonders vital ist. Lass diesen kleinen Überlebenskünstler ruhig in deinen Beeten gewähren, er stört kaum und hilft vielen Insekten.
Die Ganzjahres-Tankstelle: Himmelblaue Blüten von Januar bis Dezember.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Persische Ehrenpreis eine unverzichtbare Komponente im ökologischen Netzwerk, da er von Januar bis Dezember blühen kann. Er dient als wichtige Nektar- und Pollenquelle für die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena dorsata). Auch Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen die Blüten zur Stärkung. Interessanterweise profitiert auch die Panzers Wespenbiene (Nomada panzeri) indirekt, indem sie in der Nähe ihrer Wirte nach Nahrung sucht. Da die Pflanze selbst im tiefsten Winter bei Plusgraden blüht, stellt sie eine der wenigen Rettungsinseln für früh fliegende Insekten dar.
In Bezug auf die Sicherheit im Garten ist zu beachten, dass der Persische Ehrenpreis nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungen bekannt sind, sollten die Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen blauen Blütenform und der bodennahen Wuchsweise kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jan – Dez
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.16 m
Im Garten zeigt sich der Persische Ehrenpreis äußerst anspruchslos, solange der Standort sonnig ist. Er bevorzugt einen frischen Boden (mäßig feucht) und gilt als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf), weshalb er besonders gut in Gemüsebeeten oder auf gut gedüngten Rabatten gedeiht.
Standort: Vollsonnig für eine reiche Blüte.
Boden: Nährstoffreich, humos und gleichmäßig feucht.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da er sich als einjährige Pflanze selbst durch Aussaat erhält.
Vermehrung: Geschieht ganz unkompliziert über die reifen Samen, die oft von Ameisen verteilt werden.
Als ökologisch wertvolle Partnerin empfehle ich das Gänseblümchen (Bellis perennis). Beide Arten teilen sich gerne den Platz auf nährstoffreichen Standorten und bieten gemeinsam eine bodennahe Weide für frühe Fluginsekten.
Der Persische Ehrenpreis (Veronica persica) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) in der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Ursprünglich aus Westasien stammend, ist er heute als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Die Pflanze wächst meist niederliegend bis aufsteigend und bildet arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) aus. Typisch sind die wechselständig angeordneten, rundlichen und grob gezähnten Blätter sowie die einzeln stehenden Blüten auf langen Stielen.
70 Arten interagieren mit dieser Pflanze
19 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1765014739
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