
Ficaria verna
Auch bekannt als: Ranunculus ficaria subsp. bulbilifer
84
Arten
interagieren
105
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen leuchtend gelben, sternförmigen Blüten und den markanten, herzförmigen Blättern lässt sich das Knöllchen-Scharbockskraut (Ficaria verna) sofort erkennen. Diese Art ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Wildbienen wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) darstellt. Auch die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) besuchen die Pflanze regelmäßig. Wenn du dieses Kraut in deinem Garten pflegst, förderst du aktiv die heimische Insektenwelt in der Zeit von April bis Juli. Du wirst sehen, wie sich das Kraut an geeigneten Stellen zu einem dichten, ökologisch wertvollen Teppich ausbreitet.
Goldgelbe Nektarquelle von April bis Juli für die Aschgraue Sandbiene.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Scharbockskraut eine wertvolle Futterquelle für verschiedene Insektengruppen. Insbesondere die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) nutzen das Angebot an Nektar und Pollen intensiv. Auch für die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) bietet die Pflanze eine wichtige Lebensgrundlage im Frühling und Sommer. Unter den Schmetterlingen besucht der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) die goldgelben Blüten regelmäßig als Nektarquelle. Da die Blütezeit von April bis Juli reicht, stellt die Art eine verlässliche Nahrungsgrundlage für die Insektenwelt dar. So trägst du mit dieser Pflanze maßgeblich zum Erhalt der biologischen Vielfalt in deinem direkten Umfeld bei.
Das Knöllchen-Scharbockskraut ist laut Datenlage nicht kindersicher. Es enthält wie viele Hahnenfußgewächse Reizstoffe, die bei Verzehr oder Kontakt mit Schleimhäuten problematisch sein können. Da eine Verwechslungsgefahr mit anderen gelb blühenden Hahnenfußarten besteht, sollten Kinder und Haustiere von der Pflanze ferngehalten werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jul
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Wähle für das Scharbockskraut einen Standort im Halbschatten oder unter sommergrünen Gehölzen.
Der Boden sollte nährstoffreich sein und über eine gute Grundfeuchte verfügen.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte beim Einsetzen darauf, die empfindlichen Wurzelknöllchen nicht zu beschädigen.
Da die Pflanze eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM; eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, profitierst du von einem lebendigen Gartenboden.
Eine zusätzliche Düngung ist meist nicht nötig, wenn du das herbstliche Laub unter den Gehölzen als Mulchschicht liegen lässt.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die kleinen Brutknöllchen, die in den Blattachseln entstehen.
Nach der Blüte im Juli zieht sich das Kraut meist vollständig in den Boden zurück, was du bei der Beetplanung berücksichtigen solltest.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze oberirdisch von selbst vergeht.
Gute Partnerin: Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) – beide heimischen Arten teilen ähnliche Standortansprüche im lichten Schatten und fördern gemeinsam ein stabiles Biotop.
Das Knöllchen-Scharbockskraut (Ficaria verna) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). In unserer Region gilt es als indigen (einheimisch) und wird oft auch als Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte Pflanzenart) eingestuft. Es besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Böden in Laubwäldern oder an feuchten Gehölzrändern. Eine morphologische (gestaltliche) Besonderheit sind die namensgebenden Wurzelknöllchen, die als Speicherorgane dienen. In Österreich ist die Art weit verbreitet und wird auf der Roten Liste als nicht gefährdet geführt.
3 Videos zu Knöllchen-Scharbockskraut



79 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1353865753
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →