Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla neumanniana
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Arten
interagieren
74
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dokumentiert
Schon von weitem fällt das Frühlings-Fingerkraut durch seinen teppichartigen Wuchs und die leuchtend gelben Schalenblüten auf, die wie kleine Sonnen über den handförmig geteilten Blättern schweben. Du erkennst es sofort an den fünfzähligen Blütenblättern und den kriechenden Ausläufern, die dichte Matten bilden. Für deinen Naturgarten ist die Pflanze besonders wertvoll, da sie spezialisierten Faltern wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) als Lebensgrundlage dient. Mit diesem robusten Bodendecker holst du dir eine langlebige Art in den Garten, die auch mit Hitze gut zurechtkommt. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, wird sie dich jedes Frühjahr zuverlässig begrüßen.
Früher gelber Blütenteppich: Die Rettungsinsel für seltene Würfel-Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Schlüsselpflanze für Würfel-Dickkopffalter. Insbesondere der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Westliche Würfel-Dickkopffalter (Spialia rosae) und der Südliche Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) nutzen sie als wichtige Nahrungsquelle. Auch seltenere Arten wie der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) oder der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) profitieren von ihr. Die frühe Blüte im Mai bietet Nektar in einer Zeit, in der das Angebot auf trockenen Standorten oft noch begrenzt ist. Zudem dienen die dichten Matten am Boden als geschützter Rückzugsort für verschiedene Kleinstlebewesen.
Die Pflanze wird laut Datenbasis als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn Fingerkräuter in der Volksmedizin bekannt sind, sollten Kinder darauf hingewiesen werden, die Pflanzenteile nicht zu verzehren. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern im Gartenbereich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtzahl 8), da die Pflanze viel Helligkeit benötigt.
Boden: Ideal ist ein trockener bis mäßig trockener Untergrund (Ellenberg Feuchte 2), der eher nährstoffarm und kalkreich sein sollte.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Mykorrhiza: Die Art geht eine AM-Symbiose (Arbuskuläre Mykorrhizapilze – eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) ein, was sie widerstandsfähig gegen Nährstoffmangel macht.
Pflege: Ein Düngen ist nicht erforderlich; die Pflanze ist extrem pflegeleicht.
Vermehrung: Sie breitet sich durch ihre kriechenden Ausläufer meist von selbst aus.
Bewässerung: Nur in der ersten Zeit nach der Pflanzung gießen, etablierte Bestände überstehen Trockenperioden problemlos.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Echte Schlüsselblume (Primula veris). Beide bevorzugen kalkhaltige Böden und ergänzen sich hervorragend in der frühen Blütezeit, was das Nahrungsangebot für Insekten im Frühjahr bündelt.
Das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist ein typischer Vertreter der Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es weit verbreitet und besiedelt bevorzugt kalkhaltige Standorte. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre niederliegende Wuchsform aus, wobei die Stängel an den Knoten Wurzeln schlagen können. Ein wichtiges Merkmal sind die behaarten Blätter, die meist aus fünf Teilblättchen bestehen und der Pflanze ihr charakteristisches, fingerförmiges Aussehen verleihen.
3 Videos zu Frühlings-Fingerkraut



37 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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