Bild folgtKI-generierte IllustrationChelostoma florisomne
Auch bekannt als: Scherenbiene
23
Pflanzen
besucht
64
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtspflanzen
bekannt
Diese schlanke, schwarz gefärbte Wildbiene erkennst du an ihrem sehr schmalen Körperbau und den auffällig langen Kieferzangen der Weibchen. In deinem Garten erscheint sie zwischen Mai und Juli, wenn sie geschickt von Blüte zu Blüte fliegt. Sie nistet bevorzugt in vorhandenen Hohlräumen wie alten Käferfraßgängen in Totholz oder markhaltigen Pflanzenstängeln. Da sie als oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) gilt, konzentriert sie sich stark auf Hahnenfuß-Arten wie den Kriechenden Hahnenfuß oder das Knöllchen-Scharbockskraut. Du kannst sie jedoch auch an Apfelblüten, Brombeeren oder der Ringelblume beim Pollensammeln beobachten. Die Weibchen sind Bauchsammler (Bienen, die Pollen an einer Bürste an der Unterseite des Hinterleibs transportieren). Um ihr zu helfen, solltest du Totholz im Garten belassen oder Nisthilfen mit Bohrungen von drei bis vier Millimetern Durchmesser anbieten. Auch das Stehenlassen von hohlen Stängeln ist eine wertvolle Unterstützung. Wenn du Pflanzen wie Borretsch oder den Brennenden Hahnenfuß wachsen lässt, bietest du ihr eine ideale Nahrungsgrundlage. Achte darauf, dass du keine Pestizide (Pflanzenschutzmittel) verwendest, um diesen nützlichen Bestäuber zu fördern.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese kleine Wildbiene ist für dich völlig harmlos und verhält sich gegenüber Menschen friedlich. Zwar besitzen die Weibchen einen winzigen Giftstachel, diesen setzen sie jedoch nur zur Verteidigung ein, wenn sie direkt mit den Fingern gedrückt werden. Sie ist ein wertvoller, geschützter Bestandteil der heimischen Natur.
Die Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne) gehört zur Familie der Megachilidae (Bauchsammlerbienen) innerhalb der Ordnung der Hymenoptera (Hautflügler). Ihre Verbreitung erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Als spezialisierter Besiedler von oberirdischen Hohlräumen nutzt sie für ihre Liniennester vor allem vorhandene Gänge in totem Holz. Von ähnlichen Arten lässt sie sich durch die namensgebenden, scherenartigen Mandibeln (Oberkiefer) und die spezifische Bindung an Hahnenfuß-Gewächse unterscheiden.
3 Videos zu Hahnenfuß-Scherenbiene



22 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →