
Ranunculus lingua
Auch bekannt als: Grosser Sumpfhahnenfuss
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Arten
interagieren
51
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Zungen-Hahnenfuß (Ranunculus lingua) durch seine großen, goldgelben Schalenblüten und die für Hahnenfußgewächse untypischen, langen und ungeteilten Blätter auf. In deinem Garten übernimmt diese stattliche Pflanze eine wichtige Rolle im Artenschutz, da sie auf der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3) geführt wird. Sie dient als wertvolle Futterquelle für spezialisierte Insekten wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) oder den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Mit ihrer Vorliebe für nasse Standorte bereichert sie deine Teichzone ökologisch enorm. Wenn du einen Platz am Wasser hast, machst du mit dieser indigenen (einheimischen) Schönheit alles richtig.
Gefährdete Sumpf-Schönheit: Ein 89 Zentimeter hohes Goldstück für deinen Teich.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Synema globosum
frisst Blattläuse · Cryptomyzus ulmeri · Hyperomyzus zirnitsiNeoscona adianta
frisst Phlaeothripidae phyto · Phlaeothripidae predDatengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Zungen-Hahnenfuß ein wichtiger Anziehungspunkt für diverse Bestäuber. Besonders Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) fliegen die gelben Schalenblüten an. Auch Schmetterlinge nutzen das Angebot: Der Kleine Fuchs (Aglais urticae), der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) zählen zu den regelmäßigen Besuchern. Da die Pflanze indigen (einheimisch) ist, ist sie perfekt an die hiesige Fauna angepasst. Durch die leichte Windausbreitung der Samen trägt er auch zur Besiedlung neuer Lebensräume in der Umgebung bei.
Der Zungen-Hahnenfuß ist in allen Pflanzenteilen giftig und enthält Protoanemonin. Der Kontakt mit dem Saft kann zu Hautreizungen führen, während die Einnahme schwere Vergiftungen verursacht. Achte besonders auf Kinder und Haustiere in der Nähe des Teichs. Im Falle einer Vergiftung oder Hautreizung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.892 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit er seine volle Blütenpracht entwickelt.
Feuchte 10: Setze die Pflanze direkt in die Sumpfzone oder den flachen Teichrand bei 0 bis 20 cm Wassertiefe.
Nährstoffe 7: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er einen schlammigen, humusreichen Boden.
Pflanzzeit Frühling: März bis Mai ist ideal; alternativ im Herbst von September bis November pflanzen.
Wuchshöhe beachten: Plane genug Platz ein, da die Pflanze genau 0,89 m hoch wird.
Pflege: Da er über Ausläufer wandern kann, solltest du ihn bei kleinen Teichen in Pflanzkörbe setzen.
Rückschnitt: Im Spätherbst kannst du Verblühtes entfernen, lass die Stängel aber als Winterquartier für Insekten stehen.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – sie hat identische Standortansprüche und bietet einen schönen strukturellen Kontrast.
Der Zungen-Hahnenfuß (Ranunculus lingua) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in Mitteleuropa heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Röhrichte, Gräben und Sumpfwiesen, wobei er als Feuchtezeiger der Stufe 10 extrem nasse oder zeitweise überflutete Standorte bevorzugt. Morphologisch unterscheidet er sich von anderen Ranunculus-Arten durch seine lanzettlichen, bis zu 20 cm langen Blätter und den kräftigen Wuchs. Die Vermehrung erfolgt über leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die durch Wind oder Wasser verbreitet werden können. Er ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die nicht verholzt.
3 Videos zu Zungen-Hahnenfuß



48 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Manfred Ruckszio / Adobe Stock / AdobeStock_488587189
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