Bild folgtKI-generierte IllustrationAlliaria petiolata
Auch bekannt als: Arabis petiolata
83
Arten
interagieren
121
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Lauchhederich (Alliaria petiolata) an seinen herzförmigen, grob gezähnten Blättern, die beim Zerreiben einen intensiven Knoblauchduft verströmen. Mit seinen kleinen, reinweißen Blüten setzt er im Frühjahr helle Akzente in schattigen Gartenecken. Als heimischer Kreuzblütler ist er eine unersetzliche Kinderstube für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines), dessen Raupen an den Schoten fressen. Auch Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) profitieren von seinem frühen Nektarangebot. Wenn du eine ungenutzte Ecke unter Sträuchern hast, ist diese Pflanze ein Muss für deinen Naturgarten.
Knoblauchduft im Schatten: Die unverzichtbare Wiege für den Aurorafalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Lauchhederich eine wichtige Anlaufstelle für die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus scabiosae). Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) besucht die weißen Blüten zur Energieaufnahme. Von besonderer Bedeutung ist die Pflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines), der sie als einzige Nahrungsgrundlage für seine Raupen nutzt. Zusätzlich bietet das dichte Laub Lebensraum für nützliche Insekten wie den Sechzehnfleckigen Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata).
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht uneingeschränkt kindersicher eingestuft. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit giftigen Frühlingsblühern im Wald; achte daher immer auf den charakteristischen Knoblauchgeruch beim Zerreiben der Blätter, um ihn sicher zu identifizieren.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Standort: Wähle einen Platz im Schatten oder Halbschatten, da die Pflanze direkte Mittagssonne meidet.
Boden: Ideal ist ein frischer (mäßig feuchter) und sehr nährstoffreicher Boden. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) liebt er humusreiche Erde.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen entweder im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in den Boden.
Pflege: Der Lauchhederich ist sehr genügsam. Da er zweijährig wächst, bildet er im ersten Jahr eine Blattrosette und blüht erst im zweiten Jahr.
Vermehrung: Er sorgt durch Selbstaussaat zuverlässig für Nachkommen. Lass die vertrockneten Stängel einfach bis zum Spätsommer stehen.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist der Ruprechtsstorchschnabel (Geranium robertianum). Beide Arten besiedeln ähnliche Waldrand-Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch perfekt in schattigen Lagen.
Der Lauchhederich gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist in weiten Teilen Mitteleuropas heimisch. Er wächst als zweijährige krautige Pflanze bevorzugt in lichten Wäldern, an Heckenrändern und auf nährstoffreichen Schutthalden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt er als archäophytisch (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen (einheimisch). Typisch sind die vier kreuzweise angeordneten Blütenblätter und der aufrechte, meist unverzweigte Stängel.
45 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
33 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →