Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus flammula
Auch bekannt als: Petite Douve, Kleiner Sumpfhahnenfuss, Brenn-Hahnenfuß, Brennender Hahnenfuß
Artengruppe
74
Arten
interagieren
82
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Brennenden Hahnenfuß an seinen leuchtend gelben Schalenblüten und den schmalen, fast grasartigen Blättern, die ihn deutlich von seinen rundblättrigen Verwandten unterscheiden. In deinem Naturgarten ist er ein wertvoller Feuchtigkeitszeiger, der vor allem an Teichrändern oder in Sumpfbeeten hervorragend gedeiht. Von seinem Nektarangebot profitieren spezialisierte Gäste wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) oder die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Da er von Mai bis September blüht, bietet er über den gesamten Sommer eine verlässliche Nahrungsquelle. Wenn du eine feuchte, eher nährstoffarme Ecke im Garten hast, die du ökologisch aufwerten möchtest, ist diese heimische Art genau die richtige Wahl für dich.
Goldschatz für den Teichrand: Fünf Monate Blütezeit für seltene Schmetterlinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Brennende Hahnenfuß eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum). Auch für die heimische Falterwelt ist er von großer Bedeutung. So besuchen der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas), der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) die Blüten zur Energieaufnahme. Da die Art bis in den September hinein blüht, schließt sie wertvolle Trachtlücken im Spätsommer. Die Samenstände können zudem im Spätherbst als kleine Nahrungsreserve für bodennah suchende Vögel dienen.
Der Brennende Hahnenfuß ist nicht kindersicher, da er wie alle Hahnenfußgewächse Protoanemonin enthält, das bei Kontakt oder Verzehr giftig wirkt. Der Pflanzsaft kann auf empfindlicher Haut Reizungen hervorrufen. Trage beim Hantieren am besten Handschuhe und pflanze ihn an Stellen, die für kleine Kinder oder Haustiere nicht direkt zugänglich sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.29 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfalten kann.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte dauerhaft feucht bis nass sein; ideal ist die Flachwasserzone des Gartenteichs.
Bodenbeschaffenheit: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) bevorzugt er magere Böden ohne zusätzliche Düngergaben.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig. Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um die natürliche Selbstaussaat zu fördern.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich unkompliziert über ihre kriechenden Ausläufer oder durch Samen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides). Beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich durch den Farbkontrast von Gelb und Blau wunderbar am Teichrand.
Der Brennende Hahnenfuß (Ranunculus flammula) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt nasse Standorte wie Gräben, Uferzonen und Sumpfwiesen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine ungeteilten, lanzettlichen Blätter aus, was ihn von vielen anderen Hahnenfuß-Arten abhebt. Er wächst ausdauernd krautig und bildet oft Ausläufer, mit denen er an den Knoten wurzeln kann, um lückige Stellen am Wasser zu schließen.
3 Videos zu Brennender Hahnenfuß (Artengruppe)



59 Arten interagieren mit dieser Pflanze
15 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →