
Calendula officinalis
Auch bekannt als: Gartenringelblume, Garten-Ringelblume, Ringelblumensalbe, Mariegold
73
Arten
interagieren
100
Interaktionen
dokumentiert
6
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Ringelblume (Calendula officinalis) sofort an ihren leuchtend gelben bis tief-orangefarbenen Bluetenkoerbchen und den laenglichen, behaarten Blaettern. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie als wichtige Nahrungsquelle fuer spezialisierte Insekten wie den Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) dient. Auch die Raupen des Nachtfalters Hausmutter (Noctua pronuba) finden an ihr eine lebensnotwendige Futtergrundlage. Da sie sehr anspruchslos ist, eignet sie sich hervorragend, wenn du ohne grossen Aufwand oekologische Akzente setzen moechtest. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stueck lebendige Vielfalt direkt vor die Terrassentuer.
Farbenfroher Scheckenfalter-Magnet und robuste Futterpflanze fuer Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist die Ringelblume ein wichtiger Knotenpunkt im oekologischen Netz. Sie lockt gezielt verschiedene Scheckenfalter an, darunter den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und den Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) sowie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen das Nektarangebot. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle als Kinderstube: Die Raupen der Hausmutter (Noctua pronuba) sind auf die Blaetter als Futter angewiesen. Wer diese Pflanze im Garten hat, unterstuetzt somit aktiv den gesamten Lebenszyklus dieser heimischen Insektenarten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.356 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pollen
2.0838 mg/Blüte
Die Ringelblume ist ein unkomplizierter Gartenbewohner, der am besten an vollsonnigen Standorten gedeiht.
Boden: Sie bevorzugt einen gut durchlaessigen, naehrstoffreichen Boden, kommt aber mit fast jeder normalen Gartenerde zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Fruehling von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November aussaeen bzw. pflanzen, sofern der Boden offen ist.
Besonderheit: Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen, bei der der Pilz in die Pflanzenzellen eindringt) ausbildet, foerdert sie die Bodengesundheit in deinem Garten nachhaltig.
Pflege: Ein regelmaessiges Entfernen verbluehter Koepfe regt die Bildung neuer Knospen an.
Vermehrung: Sie sät sich an geeigneten Stellen meist von selbst wieder aus.
Partnerwahl: Eine ideale Nachbarin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen die Vorliebe fuer sonnige Plaetze und ergaenzen sich oekologisch, indem sie unterschiedliche Bestaeubergruppen der heimischen Fauna anziehen.
Die Ringelblume gehoert zur Familie der Korbluetler (Asteraceae) und ist im gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Oesterreich, Schweiz) weit verbreitet. Sie waechst als einjaehrige, krautige Pflanze und erreicht Wuchshoehen von etwa 30 bis 60 Zentimetern. Typisch fuer diese Gattung sind die verzweigten Staengel und die charakteristischen Koerbe, die sowohl Zungen- als auch Roehrenblueten enthalten. In der freien Natur findet man sie oft auf sonnigen Brachflaechen oder als Kulturfluechtling an Wegraendern, da sie offene Boeden bevorzugt.
1 Video zu Ringelblume

60 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_59153345
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