Bild folgtKI-generierte IllustrationDactylis glomerata subsp. lobata
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An den einseitig geknäuelten Ährchen, die fast wie kleine Fäuste aussehen, lässt sich das Hain-Knäuelgras (Dactylis glomerata subsp. lobata) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt dieses Gras eine wichtige Rolle als Strukturgeber im Halbschatten. Es dient als wertvolle Kinderstube für Schmetterlinge wie den Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele). Da es heimisch und anpassungsfähig ist, unterstützt du damit die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür. Du machst also alles richtig, wenn du diesem robusten Gras ein Plätzchen unter Gehölzen gönnst und die Halme über den Winter stehen lässt.
Strukturgeber im Halbschatten und Lebensraum für den Ockerbindigen Samtfalter.
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Dieses Gras ist ein wichtiger Baustein im ökologischen Gefüge. Nach aktuellen Daten profitieren Schmetterlinge wie der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) von den Beständen. Auch der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata) und verschiedene Halskäfer (Lepturinae) finden hier Nahrung oder Lebensraum. Die winzigen Samen (nur 0,8078 mg schwer) werden vom Wind verbreitet und sind im Winter eine Futterquelle für Vögel. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, die den Nährstoffkreislauf im Gartenboden stabilisiert.
Das Hain-Knäuelgras gilt als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den scharfkantigen Blattländern, die bei unvorsichtigem Greifen zu kleinen Schnittwunden führen können, sowie an den Grannen der Blütenstände, die Augen oder Schleimhäute reizen können. Es ist jedoch nicht giftig.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.691 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Lichtwert 5), idealerweise am Gehölzrand.
Der Boden sollte frisch sein (Feuchtewert 4), also eine gleichmäßige Grundfeuchte ohne Staunässe aufweisen.
Als Mittelzehrer (Nährstoffwert 5) gedeiht es in normalem, humosem Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionswert 5) ist optimal für die Wurzelentwicklung.
Pflanze das Gras im Frühling (März-Mai) oder Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 35 cm ein, damit sich die Horste gut entwickeln können.
Ein Rückschnitt sollte erst im zeitigen Frühjahr erfolgen, um die Halme als Winterschutz für Nützlinge zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Wald-Ziest (Stachys sylvatica) – sie hat die gleichen Standortansprüche und bietet eine ergänzende Blütenstruktur für Insekten.
Das Hain-Knäuelgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind schattige Laubwälder und Waldränder, weshalb es im Vergleich zum Wiesen-Knäuelgras weniger Licht benötigt. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,69 m bleibt es kompakt und bildet dichte Horste. Typisch sind die breiten, bläulich-grünen Blätter und die namensgebenden Knäuel-Blütenstände, die windbestäubt werden.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
19 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
30 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →