Bild folgtKI-generierte IllustrationErica herbacea
Auch bekannt als: Erica herbacea
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Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für die Schnee-Heide (Erica herbacea) sind ihre leuchtend rosafarbenen, glockenförmigen Blüten, die oft schon aus einer geschlossenen Schneedecke ragen. Als immergrüner Zwergstrauch mit nadelartigen Blättern ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil für deinen Naturgarten, da sie bereits im Vorfrühling eine kritische Energiereserve bietet. Besonders Sandbienen wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) oder die Graue Sandbiene (Andrena cineraria) sind auf diesen frühen Nektar angewiesen. Auch die seltene Berg-Hummel (Bombus monticola) nutzt sie als Tankstelle. Wenn du Wert auf ökologische Kontinuität legst, ist diese Pflanze die perfekte Wahl für dich.
Frühschicht für Wildbienen: Hochwertiger Nektar ab den ersten Sonnenstrahlen.
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Mit einem Nektarvolumen von etwa 1,36 Mikrolitern pro Blüte ist die Schnee-Heide eine wahre Kraftstation. Für früh fliegende Insekten wie die Sandhummel (Bombus veteranus) oder Sandbienen wie die Rothaarige Wespenbiene (Andrena haemorrhoa) ist dieser Wert enorm hoch und sichert das Überleben nach dem Winter. Auch die Raupe der Moorwald-Blättereule findet hier eine wichtige Futterquelle. Nach aktuellen Bestäubungsdaten bedient die Pflanze ein breites Spektrum von acht verschiedenen Sandbienen-Arten, darunter die Gelbbeinige Sandbiene (Andrena flavipes) und die Kleine Schmalbiene (Andrena minutula). Damit förderst du die Biodiversität direkt vor deiner Haustür.
Die Schnee-Heide wird in der Datenbank als nicht kindersicher geführt. Auch wenn sie keine schweren Vergiftungen hervorruft, sollten die Pflanzenteile nicht verzehrt werden, da sie bei empfindlichen Personen oder Kindern Unwohlsein auslösen können. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen besteht aufgrund der markanten Nadelblätter und der frühen Blütezeit kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Feb – Okt
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
0.17 m
Nektar
1.3561 µl/Blüte
Die Schnee-Heide ist recht anspruchslos, sofern der Standort stimmt.
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz.
Der Boden sollte kalkhaltig und gut durchlässig sein; im Gegensatz zu vielen anderen Heidearten verträgt sie Kalk sehr gut.
Mit normaler Gartenerde kommt sie zurecht, solange keine Staunässe entsteht.
Pflanze sie am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Nach der Blüte im späten Frühjahr solltest du die Triebe leicht einkürzen, damit die Pflanze kompakt bleibt und nicht verkahlt.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, da sie an magere Standorte angepasst ist.
Als Pflanzpartner empfehle ich das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea).
Beide Arten kommen natürlicherweise zusammen in Kalk-Magerrasen (artenreiche Wiesen auf kalkhaltigem Boden) vor und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Die Schnee-Heide gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales). Sie ist in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas heimisch und besiedelt dort lichte Kiefernwälder sowie sonnige Felshänge. Charakteristisch ist ihr niederliegender Wuchs, der dichte Teppiche bildet. Eine Besonderheit ist die ERM (Ericoides Mykorrhiza), eine spezialisierte Lebensgemeinschaft zwischen den Pflanzenwurzeln und Pilzen, die der Heide hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
3 Videos zu Schnee-Heide



42 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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