Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus loosii
Auch bekannt als: Loos-Brombeere, Rubus loosii
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den weichen, haselnussähnlichen Blättern lässt sich Loos' Haselblattbrombeere sofort erkennen. Diese heimische Art ist ein wahrer Schatz für den Naturgarten, da sie im Gegensatz zu vielen sterilen Zuchtsorten eine Brücke zur ursprünglichen Wildflora schlägt. Besonders Wildbienen wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) oder die Graue Sandbiene (Andrena cineraria) finden hier eine verlässliche und üppige Nahrungsquelle. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologische Tiefe in deine Hecke bringt, ist diese Brombeere genau die richtige Wahl für dich. Du wirst staunen, wie viel Leben dieses Gehölz in deine grüne Oase zieht.
Hochenergetische Nektartankstelle: Über 9 Mikroliter pro Blüte für Sandbienen.
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Diese Brombeere ist ein echtes Schwergewicht in Sachen Bestäuberförderung. Nach aktuellen Daten bietet sie ein beeindruckendes Nektarvolumen von etwa 9,6 Mikrolitern pro Blüte, was sie zu einer hochenergetischen Tankstelle für Insekten macht. Davon profitieren insbesondere Wildbienen wie die Goldene Sandbiene (Andrena chrysosceles) und die Gelbbeinige Sandbiene (Andrena flavipes). Während die Blüten von Mai bis August reichlich Energie liefern, bieten die dichten Ranken im Winter wertvollen Schutz für Kleinsäuger. Die Pflanze dient zudem als wichtige Raupennahrung für spezialisierte heimische Falterarten, was die Artenvielfalt in deinem Garten nachhaltig stabilisiert.
Die Pflanze ist aufgrund ihrer wehrhaften Stacheln nicht kindersicher; beim Kontakt besteht Kratzgefahr. Es liegt keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten vor, da die Früchte wie bei allen heimischen Brombeergewächsen ungiftig sind. Für Haustiere ist sie ebenfalls unbedenklich, bietet durch die Dornen sogar eher einen natürlichen Schutzraum für Vögel.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Nektar
9.6506 µl/Blüte
Wähle einen Standort im Halbschatten oder an sonnigen Gehölzrändern, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfalten kann.
Der Boden sollte mäßig nährstoffreich sein; normale Gartenerde ohne Staunässe ist ideal.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte beim Einplanen darauf, dass die Pflanze Raum zur Entfaltung braucht, da sie charakteristische Ausläufer bildet.
Ein Rückschnitt der abgeernteten Ruten im späten Winter fördert den Neuaustrieb und die Vitalität.
Da die Pflanze nicht kindersicher ist, sollte sie eher im hinteren Bereich von Beeten oder als Teil einer Schutzhecke gepflanzt werden.
Vermehrung gelingt am einfachsten über Absenker, also Triebe, die bei Bodenkontakt von selbst Wurzeln schlagen.
Gute Partnerin: Der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea) – beide bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Hecke, die Sichtschutz bietet und gleichzeitig als Nistplatz dient.
Loos' Haselblattbrombeere (Rubus loosii) gehört zur großen Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland als indigene (einheimische) Art eingestuft. Sie besiedelt typischerweise Waldränder, Hecken und Gebüsche der gemäßigten Zonen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre namensgebenden Blätter aus, die in Form und Struktur stark an die Haselnuss erinnern, während der Wuchs brombeertypisch bogig und leicht kletternd ist. Trotz ihrer ökologischen Bedeutung ist sie auf der Roten Liste derzeit als ungefährdet markiert, was sie zu einer dankbaren Pflanze für die Gartenkultur macht.
53 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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