
Taraxacum
Auch bekannt als: Taraxarum, Löwenzahn, Kuhblume, Taraxacum
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Arten
interagieren
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren leuchtend gelben Korbblüten (viele Einzelblüten in einem Blütenkopf) und den tief gezähnten Blättern, die in einer Rosette am Boden liegen, lässt sich der Löwenzahn (Taraxacum) sofort erkennen. Er ist eine der wichtigsten heimischen Wildpflanzen, da er als Lebensgrundlage für zahlreiche Insekten dient. Besonders als Raupenfutter für Schmetterlinge wie den Braunen Bär (Arctia caja) oder die Glänzende Weißfleckeule (Lacanobia splendens) ist er unverzichtbar. Im ökologischen Garten ist er weit mehr als ein Beikraut; er ist ein Motor der Artenvielfalt. Wenn du ihm ein sonniges Plätzchen in einer wilden Ecke schenkst, tust du der Natur einen riesigen Gefallen.
Unverzichtbare Kinderstube für den Braunen Bär und sieben weitere Falterarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Löwenzahn eine zentrale Säule für die heimische Fauna. Er dient als essenzielle Raupenfutterpflanze für eine Vielzahl von Faltern, darunter die Antitype chi, die Veränderliche Herbsteule (Polia nebulosa) und die Morpheus-Staubeule (Caradrina morpheus). Auch die Triangel-Bodeneule (Xestia c-nigrum) und die Putris-Erdeule (Axylia putris) sind auf ihn angewiesen. Besonders wertvoll ist er für den prächtigen Braunen Bär (Arctia caja) und den Schwarzen Bär (Arctia villica). Während der Blütezeit von Mai bis Juli bietet er zudem reichlich Nahrung für Wildbienen, während Vögel später die energiereichen Samen fressen.
In Bezug auf die Kindersicherheit ist die Pflanze als kritisch einzustufen. Der enthaltene Milchsaft (bitterer Pflanzensaft) kann bei Kontakt mit der Haut zu Irritationen und bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Eine Verwechslung ist mit dem Gewöhnlichen Ferkelkraut (Hypochaeris radicata) möglich, das jedoch behaarte Blätter und einen verzweigten, festen Stängel hat.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Boden: Er bevorzugt nährstoffreiche, frische Böden, ist aber insgesamt sehr anspruchslos.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die starke Selbstaussaat, falls du die Ausbreitung kontrollieren möchtest.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich effizient über ihre Flugsamen (Pusteblume).
Überwinterung: Die Blattrosette bleibt im Winter oft grün am Boden und schützt so das Bodenleben.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion für die Insektenwelt.
Der Löwenzahn (Taraxacum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Er ist in der gesamten DACH-Region weit verbreitet und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Wiesen, Weiden und Wegränder. Charakteristisch sind die hohlen Stängel, die bei Verletzung einen weißen Milchsaft (bitterer Pflanzensaft) abgeben. Seine kräftige Pfahlwurzel (senkrecht nach unten wachsende Hauptwurzel) ermöglicht es ihm, auch in verdichteten Böden zu überleben und Wasser aus tieferen Schichten zu ziehen.
1 Video zu Löwenzahn

64 Arten interagieren mit dieser Pflanze
41 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
38 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_61799649
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