Bild folgtKI-generierte IllustrationViola arvensis
Auch bekannt als: Acker-Veilchen, Ackerstiefmütterchen, Acker-Stiefmütterchen
41
Arten
interagieren
54
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt das Feld-Stiefmütterchen (Viola arvensis) durch seine zierlichen, meist cremeweißen Blüten mit dem typisch gelben Schlund auf. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) gehört es seit Jahrhunderten zu unserer Kulturlandschaft. Es ist eine wichtige Futterquelle für den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) und den Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne). In deinem Garten ist es der ideale Lückenfüller für sonnige Beete, der fast ohne Pflege auskommt. Trau dich ruhig, dieses kleine Wildkraut zwischen deinen Stauden zuzulassen und so die Artenvielfalt direkt vor der Haustür zu fördern.
Zierliche Acker-Schönheit: Vier Monate Blütezeit für seltene Schmetterlinge.
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Das Feld-Stiefmütterchen bietet von Mai bis August eine verlässliche Anlaufstelle für Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen vor allem Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) die Blüten. Auch Wildbienen nutzen das Angebot, darunter die Feldhummel (Bombus ruderatus) und die spezialisierte Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor). Sogar die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) ist regelmäßig zu Gast. Die Samen dienen im Winter zudem als Nahrungsgrundlage für verschiedene Vogelarten, weshalb die vertrockneten Pflanzen stehen gelassen werden sollten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Wähle einen sonnigen Platz in deinem Garten aus.
Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) und normal nährstoffreich sein – als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie mit fast jedem Gartenboden zurecht.
Die Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, dass der Boden offen bleibt; die Pflanze ist ein Pionier (besiedelt offene Flächen zuerst) und braucht Licht zum Keimen.
Pflegeaufwand hast du kaum, da sich das Stiefmütterchen meist selbst versamt und so durch den Garten wandert.
Wenn du es im Beet behalten willst, lass die verblühten Kapseln im Spätsommer einfach stehen.
Eine gute Partnerin ist die Kornblume (Centaurea cyanus), da beide ähnliche Ansprüche an Licht und Boden haben und zusammen das Bild einer klassischen Ackerwildkrautflora ergeben, die sich harmonisch ergänzt.
Das Feld-Stiefmütterchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Es ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und besiedelt bevorzugt Äcker und Gärten. Die Pflanze wächst meist einjährig und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 20 Zentimetern. Ein sicheres Merkmal sind die tief eingeschnittenen Nebenblätter (blattähnliche Auswüchse am Blattstiel) und die Blütenkrone, die meist kürzer oder nur geringfügig länger als die grünen Kelchblätter ist.
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32 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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