Bild folgtKI-generierte IllustrationBallota nigra
Auch bekannt als: Schwarzer Gottvergess, Stinkandorn, Schwarznessel, Stink-Andorn
37
Arten
interagieren
159
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Gewöhnliche Schwarznessel (Ballota nigra) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren runzeligen Blättern und den quirlständigen, rosavioletten Blüten wirkt sie wie ein robuster Wildcharakter im Garten. Dass sie oft unterschätzt wird, ist schade, denn sie dient als lebenswichtige Kinderstube für spezialisierte Falter wie den Schwarzen Bär (Arctia villica). Wenn du eine Pflanze suchst, die auch an nährstoffreichen Ecken ohne viel Zutun gedeiht, ist sie die richtige Wahl für dich. Du wirst staunen, wie viel Leben sie in deine Beete bringt.
Überlebenswichtige Kinderstube für den prächtigen Schwarzen Bär.
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Diese Pflanze ist ein wahrer Schatz für die heimische Falterwelt. Sie dient als wichtige Raupenfutterpflanze für den Kleinen Hopfen-Wurzelbohrer (Korscheltellus lupulina) und den beeindruckenden Schwarzen Bär (Arctia villica). Auch der Wermut-Blütenspanner (Eupithecia absinthiata) und die Geistermotte (Hepialus humuli) sind für ihre Entwicklung auf diese Art angewiesen. Nach der Blüte im August reifen die Samen, die in den Wintermonaten eine natürliche Nahrungsquelle für Vögel darstellen können, sofern die Stängel stehen gelassen werden.
Die Gewöhnliche Schwarznessel ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Sie ist zwar nicht hochgiftig, aber aufgrund ihrer Bitterstoffe ungenießbar und nicht für den Verzehr geeignet. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit den essbaren Taubnesseln (Lamium), die jedoch meist keinen so strengen Geruch aufweisen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Standort: Wähle einen sonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe solltest du jedoch vermeiden.
Pflanzzeit: Setze sie idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt ist nur nötig, wenn du die Selbstaussaat begrenzen möchtest.
Mykorrhiza: Sie nutzt die arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilz und Pflanzenwurzel), was sie robust macht.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) - beide bevorzugen nährstoffreiche Verhältnisse und ergänzen sich optisch hervorragend in naturnahen Staudenbeeten.
Die Gewöhnliche Schwarznessel gehört zur Gruppe der Lippenblütler und ist in Mitteleuropa als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) fest etabliert. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (unbebaute, vom Menschen beeinflusste Flächen) wie Wegränder oder Schuttplätze. Typisch sind der vierkantige Stängel und der herbe, fast unangenehme Geruch beim Zerreiben der Blätter. Ihre Blüten sind in Scheinquirlen (kranzartige Blütenanordnung um den Stängel) angeordnet.
32 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →