
Daucus carota
Auch bekannt als: Möhre
63
Arten
interagieren
242
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dokumentiert
8
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Wilde Möhre einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren filigranen, weißen Blütendolden und den fein gefiederten Blättern ist sie eine Zierde für jeden Naturgarten. Diese einheimische Pflanze ist ökologisch unverzichtbar, da sie als Lebensgrundlage für den prachtvollen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) dient. Auch Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) finden hier reichlich Nahrung. Wenn du die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür fördern möchtest, ist diese Möhre die perfekte Wahl für dich. Sie zeigt dir eindrucksvoll, wie lebendig dein Garten sein kann.
Hauptspeise für den Schwalbenschwanz: Diese Möhre bringt Leben in deinen Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Wilde Möhre ein Magnet für Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum). Besonders wertvoll ist sie als Kinderstube für Schmetterlinge: Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt sie bevorzugt als Raupenfutterpflanze. Auch seltenere Arten wie die Magerwiesen-Bodeneule (Agrotis clavis) oder der Helle Rostfarben-Blattspanner (Idaea ochrata) sind auf sie angewiesen. Die Larven des Gebüsch-Grünspanners (Thalera fimbrialis) finden hier ebenfalls Nahrung. Im Winter dienen die vertrockneten Samenstände als wichtige Futterquelle für Vögel.
Vorsicht ist geboten, da Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Gefleckten Schierling (Conium maculatum) besteht; die Möhre erkennst du jedoch am typischen Möhrenduft beim Zerreiben der Blätter. Zudem können ihre Inhaltsstoffe bei Hautkontakt unter Sonne Reizungen auslösen. Deshalb gilt sie laut Datenbank als nicht kindersicher. Dennoch ist sie eine Bereicherung, wenn man sie mit Respekt behandelt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.42 m
Wähle für die Wilde Möhre einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und von normaler Güte sein – sie gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf).
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Da sie eine Pfahlwurzel bildet, schätzt sie tiefgründige Erde ohne Staunässe.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, da sie gut mit durchschnittlichen Gartenböden zurechtkommt.
Lass die verblühten Dolden über den Winter stehen, da sie vielen Insekten Schutz bieten.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Selbstaussaat, wenn du die Samenstände ausreifen lässt.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche an Licht und Boden und ergänzen sich hervorragend in ihren Blütezeiten für ein stabiles Ökosystem.
Die Gewöhnliche Möhre (Daucus carota) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) besiedelt sie bevorzugt sonnige Standorte mit mäßig feuchten Böden. Charakteristisch ist ihre Pfahlwurzel, die eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (nützliche Bodenpilze) eingeht, genauer gesagt der Arbuskulären Mykorrhiza (AM). Ihre weißen Doldenblüten erscheinen bereits ab März und locken bis in den August hinein spezialisierte Insekten an.
1 Video zu Gewöhnliche Möhre

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50 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_879380068
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