
Hippocrepis comosa
Auch bekannt als: Schopfiger Hufeisenklee, Gewöhnlicher Hufeisenklee
67
Arten
interagieren
272
Interaktionen
dokumentiert
9
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen leuchtend gelben Blüten, die wie ein kleiner Kranz oder ein Hufeisen angeordnet sind, lässt sich der Hufeisenklee sofort erkennen. Er ist eine unersetzliche Schlüsselpflanze für unsere heimischen Magerrasen (nährstoffarme Wiesen), da er als lebenswichtige Kinderstube für spezialisierte Falter dient. Besonders der Silberfleck-Bläuling (Plebejus argus) ist auf ihn angewiesen. In deinem Garten hilft er dabei, die Artenvielfalt auf kargen Flächen aktiv zu bewahren. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz hast, ist dieser robuste Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dich.
Überlebenshilfe für Bläulinge: Blüht ausdauernd von März bis September.
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Diese Pflanze ist eine essenzielle Nahrungsgrundlage für spezialisierte Insekten. Die Raupen des Silberfleck-Bläulings (Plebejus argus) und des Himmelblauen Bläulings (Lysandra bellargus) nutzen ihn als exklusive Futterquelle. Auch die Damenwelt der Wildbienen ist auf ihn angewiesen: Die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Schimmernde Mauerbiene (Osmia caerulescens) sammeln hier Pollen. Sogar seltene Gäste wie die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) und der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) finden an seinen Blüten wichtige Nahrung.
Der Hufeisenklee wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält bestimmte Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb er nicht direkt in Spielbereichen kleiner Kinder gepflanzt werden sollte. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht bei genauer Betrachtung der charakteristischen hufeisenförmigen Gliederfrüchte kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Erde muss mager (nährstoffarm) und trocken sein; als Schwachzehrer verträgt er keinen Dünger.
Pflanzzeit: Setze ihn idealerweise zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Pflege: Er ist extrem pflegeleicht. Gießen ist nur bei monatelanger Trockenheit in der Anwachsphase nötig.
Schnitt: Ein Rückschnitt im Spätwinter fördert den frischen Austrieb, ist aber kein Muss.
Vermehrung: An geeigneten Standorten versamt er sich von selbst.
Kombination: Ein wunderbarer Partner ist der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) – beide teilen die Vorliebe für heiße, trockene Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem niedrigen Wuchs.
Der Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Er wächst als ausdauernde, krautige Pflanze mit niederliegenden Trieben. Einzigartig sind seine Früchte, die in hufeisenförmige Glieder zerfallen, was ihm seinen Namen gab. Da die Art auf der Roten Liste in der Vorwarnliste (V) geführt wird, kommt seinem Erhalt im Siedlungsraum eine besondere ökologische Bedeutung zu.
1 Video zu Hufeisenklee

56 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_441250869
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