
Holcus lanatus
Auch bekannt als: Holcus lanatus, Honiggras
103
Arten
interagieren
122
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die weichen, fast samtig behaarten Blätter und die rötlich schimmernden Blütenrispen (verzweigte Blütenstände), die dem Wolligen Honiggras (Holcus lanatus) seinen Namen geben. Dieses heimische Süßgras ist eine unverzichtbare Kinderstube für Schmetterlinge wie das Waldbrettspiel (Pararge aegeria), dessen Raupen an den Blättern fressen. Auch Dickkopffalter wie der Rostfarbene Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzen die Pflanze als Lebensraum. Wenn du Struktur und eine sanfte Optik in deinen Garten bringen willst, ohne auf ökologischen Wert zu verzichten, ist dieses Gras die ideale Wahl. Es fügt sich wunderbar in naturnahe Wiesen ein und ist absolut unkompliziert in der Handhabung.
Samtweicher Bodenschatz: Unverzichtbare Kinderstube für das Waldbrettspiel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren zahlreiche Schmetterlinge von dieser Art, darunter der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola). Als Raupenfutterpflanze spielt das Gras eine zentrale Rolle für das Waldbrettspiel (Pararge aegeria). Neben Faltern finden sich weitere Besucher ein, wie der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata) und der Laufkäfer (Ophonus azureus). Auch die Honigbiene (Apis mellifera) sowie der Schnellkäfer (Hemicrepidius hirtus) konnten an der Pflanze nachgewiesen werden. Damit ist es ein wichtiger Baustein für die Insektenvielfalt im Siedlungsraum.
Das Wollige Honiggras wird als nicht explizit kindersicher eingestuft. Dies bezieht sich vor allem auf das allergene Potenzial der Gräserpollen während der Blütezeit von Juni bis August. Die Pflanze selbst ist nicht giftig, kann aber bei empfindlichen Personen oder Haustieren Reizungen durch die feinen Härchen verursachen. Im Zweifelsfall ist beim Kontakt mit Kleinkindern Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.336 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 7), damit das Gras seinen typischen Glanz entwickelt.
Der Boden sollte normal beschaffen sein (Mittelzehrer), ein durchschnittlicher Gartenboden ohne extreme Düngung ist ideal.
Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht); Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Pflanze das Gras am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte die exakte Wuchshöhe von 0.34 m bei der Beetplanung im Hinterkopf, ideal für den vorderen Bereich.
Das Gras nutzt AM (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine nützliche Pilzsymbiose), was seine Nährstoffaufnahme verbessert.
Da die Samen sehr leicht sind (0.3227 mg), verbreiten sie sich über den Wind; ein Rückschnitt nach der Blüte im August verhindert eine zu starke Selbstaussaat.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) – sie gedeiht ebenfalls auf frischen Böden und setzt mit ihrem Blau einen schönen Kontrast zum rötlichen Gras.
Das Wollige Honiggras (Holcus lanatus) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst frische (mäßig feuchte) Wiesen und Weiden, wobei es neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse bevorzugt. Morphologisch zeichnet es sich durch eine dichte, flaumige Behaarung aus, die es vor übermäßiger Verdunstung schützt. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.34 m bleibt es eher niedrig und bildet lockere Horste (büschelartiger Wuchs). Es wird als Indigen (ursprünglich einheimisch) oder Archäophyt (bereits vor Jahrhunderten eingewandert) eingestuft.
45 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
53 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_166497374
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →