Bild folgtKI-generierte IllustrationPersicaria maculosa
Auch bekannt als: Pfirsichblättriger Knöterich
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Arten
interagieren
198
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem faellt der Floh-Knöterich (Persicaria maculosa) durch den dunklen Fleck in der Mitte seiner lanzettlichen Blätter auf. In Deinem Garten ist dieser einjährige Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 eingeführt wurde) ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt. Besonders die Raupen der Graufeld-Kräutereule (Lacanobia contigua) und des Violettbraunen Saumfalters (Idaea biselata) sind auf ihn als Futter angewiesen. Er zeigt Dir zuverlässig an, wo Dein Boden besonders nährstoffreich ist. Wenn Du ihn wachsen lässt, schaffst Du wertvollen Lebensraum auf kleinstem Raum. Probiere es einfach mal in einer feuchten, sonnigen Ecke aus.
Kinderstube für die Graufeld-Kräutereule und wichtiger Wintersnack für Grünfinken.
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Ökologisch gesehen ist der Floh-Knöterich ein kleiner Allrounder. Er dient als wichtige Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falter wie die Graufeld-Kräutereule (Lacanobia contigua) und den Violettbraunen Saumfalter (Idaea biselata). Während der Blütezeit von Juni bis August lockt er zudem die Blattwespe Tenthredo mesomela sowie die Umbra-Sonneneule (Pyrrhia umbra) an. Auch der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) nutzt die Blüten als Energiequelle. Im Winter profitieren Vögel wie der Grünfink (Chloris chloris) oder an Gewässerrändern die Krickente (Anas crecca) von den energiereichen Samen, die trotz ihres geringen Gewichts eine wertvolle Nahrungsquelle darstellen.
Beim Floh-Knöterich (Persicaria maculosa) solltest Du im Familiengarten etwas achtsam sein, da er offiziell als nicht kindersicher eingestuft wird. Ein Verzehr durch Kinder oder Haustiere sollte vermieden werden. Da die Pflanze jedoch keine extremen Giftstoffe enthält, ist ein vorsichtiger Umgang im Gartenalltag in der Regel unproblematisch. Im Zweifelsfall hilft der Giftnotruf unter 0228 19 240 weiter.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.396 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pollen
0.0508 mg/Blüte
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg-Lichtwert 7), damit die Pflanze kräftig blüht.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich sein, da der Knöterich ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen von März bis Mai, sobald der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 25 cm ein, damit sich die 0,4 m hohe Pflanze gut entfalten kann.
Da der Floh-Knöterich einjährig ist, vermehrt er sich über Selbstaussaat; lasse die Samenstände für die nächste Generation einfach stehen.
Die leichten Samen (Diasporen) werden durch Wind oder Tiere verbreitet – wundere Dich also nicht über neue Standorte im Folgejahr.
Gute Partnerin: Echter Beinwell (Symphytum officinale) – er liebt wie der Floh-Knöterich nährstoffreiche, feuchte Böden und bietet Hummeln eine ergänzende Nahrungsquelle.
Der Floh-Knöterich (Persicaria maculosa) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Standorte wie Ufer oder Äcker mit frischen (mäßig feuchten) Böden. Typisch ist sein krautiger Wuchs ohne Verholzungen, wobei er eine Wuchshöhe von genau 0,4 m erreicht. Seine Blüten stehen in dichten, meist rosafarbenen Scheinähren zusammen. Die Blätter sind breitblättrig und oft durch den namensgebenden dunklen Fleck gekennzeichnet. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Bedarf an Stickstoff) gedeiht er besonders gut auf fetten Gartenböden.
1 Video zu Floh-Knöterich

51 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
14 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →