Bild folgtKI-generierte IllustrationFoeniculum vulgare var. azoricum
Auch bekannt als: Foeniculum vulgare var. azoricum
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
74
Arten
interagieren
147
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Knollenfenchel durch seine hellgrüne, zwiebelartig verdickte Knolle an der Basis und das fein gefiederte, aromatisch duftende Blattwerk. In deinem Naturgarten ist er weit mehr als nur ein gesundes Gemüse: Er dient als lebenswichtige Kinderstube für den prächtigen Schwalbenschwanz (Papilio machaon), dessen Raupen das Kraut als Nahrung brauchen. Auch die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) besucht die gelben Blütendolden sehr gerne. Wenn du einige Pflanzen zur Blüte kommen lässt, tust du der Artenvielfalt einen riesigen Gefallen. Schau doch mal genau hin, ob du die Raupen entdeckst!
Gourmet-Knolle für die Küche und Kinderstube für den prächtigen Schwalbenschwanz.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Knollenfenchel ein Magnet für Schwebfliegen wie die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und die Gemeine Schwebfliege (Eupeodes corollae). Auch seltene Schmetterlinge wie Papilio alexanor und der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzen ihn intensiv zur Nektaraufnahme und Eiablage. Der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum) gehört ebenfalls zu den regelmäßigen Besuchern der offenen Dolden. Die leichten Samen wiegen nur 3.6259 mg und verbreiten sich durch den Wind, was sie im Winter zu einer gut erreichbaren Futterquelle für Vögel macht. Sogar Nachtfalter wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) suchen die Pflanze auf.
Bitte beachte, dass der Knollenfenchel laut Datenbank nicht als uneingeschränkt kindersicher gilt. Bei empfindlichen Personen kann der Kontakt mit dem Pflanzensaft in Verbindung mit Sonnenlicht Hautreizungen auslösen. Achte beim Gärtnern darauf, ihn nicht mit giftigen Wildpflanzen aus der Familie der Doldenblütler zu verwechseln, auch wenn die Knolle meist ein eindeutiges Erkennungsmerkmal ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.425 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen und windgeschützten Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte tiefgründig locker und nährstoffreich sein, damit die Knolle ungehindert wachsen kann.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr ab April bis Mai ins Beet, sobald keine starken Fröste mehr drohen.
Achte auf einen Pflanzabstand von etwa 30 cm, da die Pflanze mit 1.43 m recht hoch wird.
Halte die Erde gleichmäßig feucht; bei starker Trockenheit fängt die Pflanze an zu „schießen“ (bildet sofort Blüten statt einer dicken Knolle).
Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken.
Wenn du Samen für das nächste Jahr gewinnen willst, lass die Dolden im Herbst ausreifen.
Gute Partnerin: Wilde Möhre (Daucus carota) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzt das Nahrungsangebot für Doldenblütler-Spezialisten perfekt.
Der Knollenfenchel gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist eine Kulturvarietät des Fenchels, die vorwiegend im Mittelmeerraum beheimatet ist. Er bevorzugt xerotherme (trockene und warme) Standorte auf nährstoffreichen Böden. Botanisch gesehen handelt es sich um eine krautige Pflanze, die nicht verholzt und eine beeindruckende Wuchshöhe von genau 1.43 m erreichen kann. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, Nährstoffe und Wasser effizienter aufzunehmen, was ihn recht widerstandsfähig gegenüber kurzen Trockenphasen macht.
2 Videos zu Knollenfenchel


57 Arten interagieren mit dieser Pflanze
15 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →