Bild folgtKI-generierte IllustrationArctium minus
Auch bekannt als: Flaum-Klette, Kleine Klette
Artengruppe
62
Arten
interagieren
142
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für die Kleine Klette (Arctium minus) sind ihre kugeligen, purpurnen Blütenköpfchen, die von hakenbewehrten Hüllblättern umschlossen werden. In deinem Garten bietet sie wertvollen Lebensraum für spezialisierte Insekten wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes). Durch ihre enormen Blätter deckt sie den Boden ab und schafft ein feuchtes Kleinklima, das vielen Tieren nützt. Die Pflanze ist ein unkomplizierter Gast, der vor allem auf nährstoffreichen Plätzen zeigt, was in ihm steckt. Wenn du also eine Ecke mit gehaltvollem Boden hast, ist sie genau die richtige Wahl für dich.
Wichtige Kinderstube für die Glanzeule und Magnet für seltene Kuckuckshummeln.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Kleine Klette eine wichtige Anlaufstelle für die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und verschiedene Kuckuckshummeln (Bombus). Auch Nachtfalter wie der Heide-Gelbspanner (Pseudopanthera macularia) besuchen die Blüten zur Nektaraufnahme. Besonders wertvoll ist sie als Kinderstube: Die Raupen der Glanzeule (Lacanobia oleracea) nutzen die großen Blätter als Futterquelle. Die schweren Samen sind im Herbst und Winter eine gefragte Energiequelle für viele Vögel. Da sie als Starkzehrer viel Biomasse produziert, bietet sie zudem zahlreichen Kleinstlebewesen Schutz unter ihrem dichten Blätterdach.
Die Kleine Klette gilt als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den hakenbewehrten Blütenköpfen, die sich leicht in Haaren oder Kleidung verfangen und bei empfindlicher Haut mechanische Reizungen auslösen können. Achte darauf, dass Kinder nicht mit den Früchten spielen, um schmerzhaftes Ziehen oder Hautrötungen zu vermeiden. Eine akute Giftwirkung bei Berührung ist nicht bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
4
Pollenwert
4
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.722 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), damit die Pflanze kräftig gedeiht.
Der Boden sollte nährstoffreich und "fett" sein (Starkzehrer), idealerweise an Stellen mit natürlichem Humus.
Achte auf mäßig feuchte (frische) Bodenverhältnisse; sie braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Halte den Boden kalkhaltig oder basisch (Reaktionswert 7), was du ggf. durch etwas Gartenkalk unterstützen kannst.
Mit einer Wuchshöhe von genau 0,72 m passt sie gut in den mittleren Bereich von Wildstaudenbeeten.
Pflege: Lass die Stängel über den Winter stehen, da die Samen eine wichtige Futterquelle für Vögel sind.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Standorte und ergänzt die Klette ökologisch hervorragend.
Die Kleine Klette gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Mitteleuropa ist sie weit verbreitet und gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas 1492 eingeführt wurde). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Wegränder und Lichtungen auf basenreichen Böden. Mit einer Blattfläche von über 114.000 mm² gehört sie zu den großblättrigen krautigen Pflanzen unserer Flora. Besonders markant sind die Früchte, die als Klettfrüchte durch Tierverbreitung (Anhaften im Fell) weite Strecken zurücklegen können.
1 Video zu Kleine Klette (Artengruppe)

45 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →