
Eupatorium cannabinum
Auch bekannt als: Wasserdost, Kunigundenkraut, Wasserhanf, eupatoire chanvrine, Hirschklee, Blauwetterkühl
94
Arten
interagieren
211
Interaktionen
dokumentiert
11
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Gewöhnlichen Wasserdost an seinen dichten, zartrosa bis rötlichen Blütendolden und den handförmig geteilten Blättern, die ein wenig an Hanf erinnern. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil für naturnahe Gärten, besonders an feuchten Stellen, da er eine der wichtigsten Nahrungsquellen für spezialisierte Falter wie die Quellhalden-Goldeule (Autographa bractea) darstellt. Auch das Wiener Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia) nutzt ihn als Kinderstube für seine Raupen. Wenn du eine unkomplizierte Staude suchst, die bis in den Spätsommer hinein Leben in deinen Garten bringt, ist er die perfekte Wahl.
Fünf Monate Blütezeit: Die wichtigste Tankstelle für seltene Nachtfalter.
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Nach aktuellen Daten ist der Wasserdost eine zentrale Lebensader für die heimische Insektenwelt. Er dient als wichtige Raupenfutterpflanze für zahlreiche Falter, darunter die Glanzeule (Lacanobia oleracea), der Wasserdost-Goldeule (Diachrysia chryson) und das Wiener Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia). Auch spezialisierte Arten wie der Hochstaudenflur-Blütenspanner (Eupithecia subfuscata) und der Grüne Blütenspanner (Chloroclystis v-ata) sind auf ihn angewiesen. Während der langen Blütezeit von Mai bis September bietet er reichlich Nektar für Schmetterlinge und Schwebfliegen. Im Winter dienen die Samenstände zudem als wertvolle Nahrungsquelle für Vögel.
Der Gewöhnliche Wasserdost ist als nicht kindersicher eingestuft, da er Inhaltsstoffe besitzt, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können. In Haushalten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten. Eine Verwechslung mit stark giftigen Doppelgängern ist aufgrund der markanten Blattform und des Standorts jedoch nahezu ausgeschlossen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.59 m
Der Wasserdost ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf), der am besten an einem halbschattigen Platz gedeiht. Der Boden sollte stets frisch (mäßig feucht) bis feucht sein, da die Pflanze keine Trockenheit verträgt.
Pflanzzeit: Von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Boden: Bevorzugt werden nährstoffreiche, fette Böden.
Pflege: Da er viel Energie für seine Größe benötigt, ist eine Kompostgabe im Frühjahr ratsam.
Rückschnitt: Erst im späten Winter zurückschneiden, um Insekten einen Überwinterungsplatz in den Stängeln zu bieten.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr ist problemlos möglich.
Kombination: Ein idealer Partner ist das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria). Beide Arten teilen sich den Standortanspruch an feuchte Böden und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend als heimische Ufervegetation.
Der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt feuchte Hochstaudenfluren (nährstoffreiche Pflanzengemeinschaften an Gewässern oder Waldrändern). Die Pflanze wächst straff aufrecht und kann beachtliche Höhen erreichen, wobei ihre gegenständigen, tief eingeschnittenen Blätter ein sicheres Erkennungsmerkmal sind. In der Natur signalisiert sein Vorkommen meist einen gut wasserversorgten, stickstoffreichen Boden.
3 Videos zu Gewöhnlicher Wasserdost



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62 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
21 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1023376598
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