Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia amygdaloides
Auch bekannt als: Mandel-Wolfsmilch
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Arten
interagieren
105
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Auffällig sind ihre leuchtend gelbgrünen Hochblätter (Blätter, die Blütenblätter imitieren), die im Halbschatten fast zu strahlen scheinen. In deinem Naturgarten spielt sie eine ökologische Schlüsselrolle, da sie als wichtige Raupenfutterpflanze für die Triangel-Bodeneule (Xestia triangulum) dient. Auch Wildbienen wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) und die Fuchsrige Sandbiene (Andrena fulva) profitieren stark von ihrem Nektarangebot. Wenn du eine robuste, heimische Art suchst, die Licht in schattige Ecken bringt, ist sie die ideale Wahl für dich. Mit dieser Pflanze förderst du aktiv die Vielfalt der Sandbienen in deiner Region.
Leuchtendes Gelbgrün für den Schatten: Lebensraum für seltene Sandbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl spezialisierter Insekten. Besonders Sandbienen wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria), die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und die Rotbeinige Erdbiene (Andrena bicolor) fliegen die Blüten intensiv an. Auch die Wiesen-Wespenbiene (Nomada lathburiana) und Panzers Wespenbiene (Nomada panzeri) gehören zu den regelmäßigen Besuchern. Für die Triangel-Bodeneule (Xestia triangulum) ist sie als Raupenfutterpflanze lebensnotwendig. Da sie von Juni bis September blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Hochsommers für Waldrandbewohner.
Die Mandelblättrige Wolfsmilch ist nicht kindersicher und für Haushalte mit Tieren nur bedingt geeignet. Sie enthält einen klebrigen Milchsaft (Pflanzengift), der bei Berührung schmerzhafte Hautirritationen auslöst und bei Verzehr giftig wirkt. Ein direkter Kontakt mit den Augen muss unbedingt vermieden werden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.41 m
Standort: Wähle einen schattigen Platz im Garten, der die kühle Atmosphäre eines Waldrandes nachahmt.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und benötigt einen frischen (mäßig feuchten), normalen Boden.
Pflanzzeit: Setze sie am besten zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November in die Erde, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Ein Rückschnitt der abgeblühten Stängel im Spätsommer fördert die Vitalität, ist aber im Naturgarten nicht zwingend notwendig.
Vermehrung: Sie vermehrt sich an zusagenden Standorten oft durch Selbstaussaat.
Arbeitsschutz: Trage beim Hantieren immer Handschuhe, da der Milchsaft die Haut reizen kann.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist der Waldmeister (Galium odoratum). Beide Arten sind in heimischen Buchenwäldern vergesellschaftet, teilen dieselben Ansprüche an Schatten und Feuchtigkeit und bilden einen dichten, ökologisch wertvollen Teppich.
Die Mandelblättrige Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (heimisch). Ihr natürliches Vorkommen liegt vor allem in lichten Laubwäldern, wo sie auf frischen, nährstoffreichen Böden gedeiht. Ein besonderes Merkmal ist der weiße Milchsaft (Pflanzensaft in den Stängeln), der bei allen Wolfsmilchgewächsen typisch ist. Die Blüten sind eigentlich kleine Becher, sogenannte Cyathien (Sonderform des Blütenstandes), die von paarweise verwachsenen, gelbgrünen Blättern umgeben sind.
70 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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