Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum maculatum
Auch bekannt als: Geflecktes Johanniskraut
Artengruppe
83
Arten
interagieren
306
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für das Kanten-Hartheu (Hypericum maculatum) sind seine leuchtend gelben Blüten, die an den markanten, vierkantig geflügelten Stängeln sitzen. Diese heimische Wildpflanze ist ein wichtiger Bestandteil deiner ökologischen Wiese, da sie besonders unkompliziert ist und auch mit feuchteren Böden besser zurechtkommt als ihre Verwandten. Sie bietet wertvolle Ressourcen für spezialisierte Wildbienen wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) oder die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria). Wenn du einen Platz suchst, der nicht ganz so trocken ist, liegst du mit dieser Art genau richtig. Ein Gewinn für jeden, der die Vielfalt im Garten schätzt und Insekten gezielt unterstützen möchte.
Goldgelber Sandbienen-Magnet für mäßig feuchte Sonnenplätze.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Kanten-Hartheu eine essenzielle Pollenquelle für spezialisierte Wildbienen. Besonders die Gelbbeinige Sandbiene (Andrena chrysosceles) und die Gemeine Sandbiene (Andrena flavipes) fliegen die Blüten regelmäßig an. Pro Blüte produziert die Pflanze stolze 0,5 Milligramm Pollen, was für die Aufzucht der Bienenlarven eine hochwertige Nahrungsgrundlage darstellt. Mit einer Kronröhrentiefe (Tiefe des Blütenkelchs) von nur 1,0 Millimeter ist der Pollen auch für Insekten mit kurzen Rüsseln leicht erreichbar. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Samenstände zudem einen wichtigen Strukturwert für überwinternde Insekten in deinem Garten.
Das Kanten-Hartheu wird als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher nicht direkt in Spielbereichen gepflanzt werden. Bei Hautkontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung können Reizungen auftreten. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.408 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz in der vollen Sonne (Lichtzahl 7), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Boden: Die Art ist ein Schwachzehrer (Magerzeiger) und benötigt daher keinen zusätzlichen Dünger.
Feuchtigkeit: Achte auf einen frischen Standort (Lichtzahl 6), der mäßig feucht ist, aber keine Staunässe bildet.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Bodenbeschaffenheit: Ein neutraler bis schwach saurer Boden ist für die Entwicklung optimal.
Pflege: Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt erfolgt erst im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte stellt und die gelben Blüten farblich ergänzt.
Das Kanten-Hartheu gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Man findet es natürlicherweise oft an Waldrändern oder auf frischen Magerwiesen (nährstoffarme, mäßig feuchte Grasflächen). Im Gegensatz zum Echten Johanniskraut bevorzugt es neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse. Ein sicheres Erkennungsmerkmal für dich sind die vier scharfkantigen Längsleisten am Stängel, die im Querschnitt ein Quadrat bilden und markig gefüllt sind.
76 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →