Bild folgtKI-generierte IllustrationPicris hieracioides subsp. grandiflora
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Arten
interagieren
70
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt das Großblütige Bitterkraut durch seine leuchtend gelben Korbblüten auf, die an kräftigen, rau behaarten Stielen sitzen. Für deinen Naturgarten ist diese Pflanze ein echter Gewinn, da sie eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten darstellt. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren besonders die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) von ihrem Nektarangebot. Mit ihrer robusten Art fügt sie sich wunderbar in sonnige Beete ein. Wenn du einen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, wirst du mit dieser heimischen Wildpflanze viel Freude an der beobachteten Artenvielfalt haben.
Heimischer Sonnenanbeter: Die wichtige Sommertankstelle für unsere Wildbienen.
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Die ökologische Bedeutung dieser Pflanze für die heimische Fauna ist beachtlich. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen verschiedene Wildbienen wie die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum). Auch die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) nutzt die Pflanze intensiv zur Nahrungssuche. Neben den Bienen lockt das Bitterkraut Käfer an, darunter den Vierpunktigen Kiefernprachtkäfer (Anthaxia quadripunctata). Da die Pflanze leichte Samen bildet, die durch den Wind verbreitet werden, bietet sie im Spätsommer und Herbst zudem eine natürliche Futterquelle für Vögel.
Bitte beachte, dass das Großblütige Bitterkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze ist zwar nicht hochgiftig, kann aber durch ihre raue Behaarung und die Inhaltsstoffe bei empfindlicher Haut oder nach Verzehr Reizungen auslösen. Im Falle von Unwohlsein nach Kontakt oder Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.452 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort aus (Ellenberg Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfalten kann.
Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein (Feuchtewert 4); vermeide staunasse oder komplett austrocknende Ecken.
Als Mittelzehrer benötigt die Pflanze normalen Gartenboden; eine moderate Nährstoffversorgung (Nährstoffwert 6) ist ideal.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7), da die Art saure Verhältnisse meidet.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte die Wuchshöhe von 0,45 m bei der Beetplanung im Blick und lasse etwa 30 cm Pflanzabstand.
Lasse die verblühten Stände im Herbst stehen, damit sich die leichten Samen (ca. 1,07 mg) durch den Wind verteilen können.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt ähnliche Ansprüche an Sonne und Boden und ergänzt das Bitterkraut ökologisch hervorragend.
Das Großblütige Bitterkraut (Picris hieracioides subsp. grandiflora) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist eine indigene, also bei uns ursprünglich heimische Art, die bevorzugt in kühleren, oft alpinen oder nördlichen Regionen vorkommt. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst meist basenreiche Standorte. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre krautige Wuchsform und eine Wuchshöhe von genau 0,45 m aus. Die Pflanze nutzt Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), genauer die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), um Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
47 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →