Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunus insititia
Auch bekannt als: Hafer-Pflaume, Damaszener-Pflaume, Kriechen-Pflaume
65
Arten
interagieren
118
Interaktionen
dokumentiert
An ihren zartweißen Blütenbüscheln, die oft noch vor den Blättern erscheinen, und der glatten, dunkelbraunen Rinde lässt sich die Zwetsche (Prunus insititia) sofort erkennen. Für deinen Naturgarten ist sie ein unverzichtbarer Ankerpunkt, da sie im zeitigen Frühjahr eine der ersten verlässlichen Nahrungsquellen bietet. Besonders die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) und der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) sind auf diese frühe Energie angewiesen. Wenn du einen Baum pflanzt, schaffst du ein lebendiges Zentrum für viele Generationen von Nützlingen. Mit dieser Wahl tust du genau das Richtige für die Artenvielfalt in deiner Nachbarschaft.
Frühlings-Tankstelle: 2 Mikroliter Nektar pro Blüte für hungrige Sandbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Zwetsche eine hochkarätige Energietankstelle: Mit etwa 2,0 Mikrolitern Nektar pro Blüte liefert sie beachtliche Mengen. Das reicht aus, um mehrere Wildbienen pro Besuch zu versorgen. Davon profitieren besonders die Graue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gemeine Sandbiene (Andrena flavipes). Auch Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Südliche Würfel-Dickkopffalter (Spialia rosae) nutzen dieses Angebot intensiv. Mit einer Pollenmasse von 0,9 mg pro Blüte ist sie zudem eine essenzielle Eiweißquelle für die Brutpflege zahlreicher Sandbienenarten.
Die Zwetsche gilt als nicht kindersicher, da die Kerne im Inneren der Früchte Amygdalin enthalten, das bei Zerbeißen Blausäure freisetzen kann. Während das Fruchtfleisch harmlos ist, sollten Kinder beim Essen der Steinfrüchte beaufsichtigt werden. Eine Verwechslung mit der giftigen Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus) ist möglich, diese hat jedoch immergrüne, ledrige Blätter.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Mai
Nektar
2.0052 µl/Blüte
Pollen
0.9 mg/Blüte
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründigem Boden.
Die Pflanze bevorzugt mäßig feuchte Verhältnisse; Staunässe solltest du vermeiden.
Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte darauf, das Pflanzloch großzügig auszuheben und den Wurzelballen nach dem Setzen gut zu wässern.
Ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt im späten Winter fördert die Vitalität und Fruchtbildung.
Die Vermehrung erfolgt meist über Veredelung oder Wurzelausläufer.
Da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) eingeht, verzichte auf chemische Dünger.
Gute Partnerin: Die Schlehe (Prunus spinosa) – beide ergänzen sich ökologisch perfekt als Vogelschutzhecke und bieten über einen langen Zeitraum Nahrung für heimische Insekten.
Die Zwetsche gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen. Sie ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und besiedelt bevorzugt sonnige Waldränder sowie traditionelle Streuobstwiesen. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre ovalen, fein gesägten Blätter und die typische Steinfrucht aus. Im Gegensatz zur verwandten Schlehe ist sie meist dornenlos oder besitzt nur wenige Kurztriebe, die zu Dornen umgewandelt sind. Durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) ist sie hervorragend im Boden vernetzt.
65 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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