Bild folgtKI-generierte IllustrationTorilis japonica
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An seinen fein zerteilten, weich behaarten Blättern und den klettenden Früchten nach der Blüte lässt sich der Gewöhnliche Klettenkerbel (Torilis japonica) sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Garten, da er als spätblühende Art im Hochsommer eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot schließt. Die Pflanze zeigt dir zudem zuverlässig an, wo dein Gartenboden besonders kalkhaltig und nährstoffreich ist. Durch seine Klettfrüchte sorgt er für eine natürliche Dynamik und wandert gern ein wenig durch die Beete. Wenn du ihm ein Plätzchen im Halbschatten gönnst, belohnt er dich mit einer filigranen Optik bei minimalem Pflegeaufwand.
Späte Blüte für Kalkböden: Der Klettenkerbel belebt den halbschattigen Saum.
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Da der Gewöhnliche Klettenkerbel von Juli bis August blüht, stellt er in der späten Saison eine wichtige Ressource für Blütenbesucher dar. Seine Samen sind mit 1.7614 mg recht leicht und nutzen die Epichorie (Ausbreitung durch Anhaften an Tieren), um neue Standorte zu besiedeln. Die breiten Blätter bilden ein dichtes Blattwerk, das den Boden beschattet und so ein feuchtes Kleinklima für Bodenorganismen erhält. Als Mykorrhiza-Pflanze (Typ AM) geht er im Boden eine Symbiose mit Nutzpiltzen ein, was den Stoffkreislauf im Garten fördert. Auch wenn keine spezifischen Bestäuberarten in den Daten gelistet sind, ist er als heimischer Doldenblütler ein fester Bestandteil der regionalen Biodiversität.
Der Gewöhnliche Klettenkerbel wird als nicht kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich, bei der Gartenarbeit Handschuhe zu tragen, da die behaarten Stängel bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen können. Eine Verwechslung mit giftigen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum) ist möglich; achte auf den fehlenden Schierlingsgeruch und den deutlich kleineren Wuchs von nur 0.6 m.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.601 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten oder in der Sonne; die Pflanze ist bei Lichtwert 7 recht flexibel.
Boden: Er ist ein Starkzehrer (nährstoffreicher/fetter Boden) und benötigt eine gute Versorgung mit organischem Material.
Bodenreaktion: Idealerweise ist die Erde kalkhaltig / basisch (Reaktionswert 8).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide aber stauende Nässe.
Pflanzzeit: Am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden setzen.
Wuchs: Mit einer Höhe von 0.6 m fügt er sich gut in die mittlere Ebene von Rabatten ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, da die Samenstände im Winter Struktur bieten.
Vermehrung: Er verbreitet sich über leichte Samen (1.7614 mg) durch Wind oder Anhaften an Kleidung und Tierfell.
Partner: Gute Nachbarn sind die Große Sternmiere (Stellaria holostea) oder die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca), da beide ähnliche Ansprüche an halbschattige, frische Standorte haben.
Der Gewöhnliche Klettenkerbel gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) innerhalb der Ordnung der Doldenblütlerartigen (Apiales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen. Sein natürlicher Lebensraum sind vor allem Waldränder, Gebüschsäume und frische Wegränder. Die krautige, nicht verholzte Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.6 m. Auffällig sind die borstig behaarten Stängel und die doppelt gefiederten, breitblättrigen Blätter, die eine Blattfläche von fast 3000 mm² erreichen können.
2 Videos zu Gewöhnlicher Klettenkerbel


53 Arten interagieren mit dieser Pflanze
56 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →