Bild folgtKI-generierte IllustrationValeriana officinalis
Auch bekannt als: Katzenwargel, Stinkwurz, Mondwurz, Arzneibaldrian, Katzenkraut, Tolljan, Augenwurzel, Bullerjan, Hexenkraut, Echter Baldrian
Artengruppe
96
Arten
interagieren
233
Interaktionen
dokumentiert
6
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Arznei-Baldrian durch seine hohen, hohlen Stängel, die von doldenartigen Blütenständen in zartem Weiß bis Rosa gekrönt werden. In deinem Naturgarten übernimmt er eine wichtige Rolle als ausdauernde Nahrungsquelle, da er von April bis in den September hinein blüht. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) fliegen die duftenden Blüten regelmäßig an. Auch für den Erhalt seltener Schmetterlinge leistet er einen Beitrag, etwa als Futterpflanze für die Raupen des Vierpunkt-Kleinspanners (Idaea muricata). Wenn du eine feuchte Ecke im Garten hast, ist diese heimische Wildpflanze genau die richtige Wahl für dich.
Blütenpracht von April bis September für Wildbienen und Kuckuckshummeln.
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Mit einer Blütezeit, die sich von April bis September erstreckt, bietet der Arznei-Baldrian über sechs Monate hinweg ein stabiles Nahrungsangebot. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er intensiv von Wildbienen wie der Rotbeinigen Furchenbiene (Halictus rubicundus) besucht. Auch die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) nutzt die Blüten als Energiequelle. Besonders wertvoll ist er für die Fortpflanzung von Schmetterlingen: Er dient dem Vierpunkt-Kleinspanner (Idaea muricata) als Raupenfutterpflanze. Da er als heimischer Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits einheimisch war) gilt, ist er perfekt in das lokale Ökosystem integriert und fördert die Artenvielfalt in deinem Garten nachhaltig.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.75 m
Der Arznei-Baldrian bevorzugt einen Platz im Halbschatten. Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und keine Staunässe bilden. Da die Pflanze zu den Mittelzehrern (Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf) zählt, reicht normaler Gartenboden völlig aus.
Pflanzzeit: Du kannst den Baldrian am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Boden: Achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet, besonders während der langen Blütephase.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann die Pflanze vital halten, ist aber für die ökologische Wirkung nicht zwingend erforderlich.
Vermehrung: An passenden Standorten versamt sich der Baldrian gerne selbst.
Sicherheit: Da er als nicht kindersicher eingestuft wird, empfiehlt sich ein Standort abseits von Spielbereichen.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Wert für Insekten.
Der Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigene (einheimische) Art weit verbreitet. Er besiedelt typischerweise Standorte wie Bachufer, Gräben oder feuchte Wiesen. Morphologisch fällt er durch seine fiederspaltigen Blätter (tief eingeschnittene Blätter, die aus mehreren Paaren von Teilblättchen bestehen) auf. Die Pflanze geht im Boden eine Symbiose mit Pilzen ein, die man als Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) bezeichnet, was ihr bei der Nährstoffaufnahme auf normalen Böden hilft.
63 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
27 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →