
Helianthemum nummularium
Auch bekannt als: Gelbes Sonnenröschen
75
Arten
interagieren
209
Interaktionen
dokumentiert
9
Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch fuer das Gewöhnliche Sonnenröschen sind die leuchtend gelben, fünfzähligen Blüten, die über einem Teppich aus kleinen, breitblättrigen Blättern thronen. In deinem Naturgarten spielt dieser kleine Halbstrauch eine tragende Rolle als Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten, wie den Kleinen Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis). Da die Pflanze auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen, eher nährstoffarmen Platz frei hast, wirst du viel Freude an diesem robusten Dauerblüher haben. Schau genau hin, denn die zarten Blüten öffnen sich oft nur bei vollem Sonnenschein.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Sonnenröschen eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für zahlreiche Schmetterlinge. Dazu zählen spezialisierte Arten wie der Grosse Sonnenröschenbläuling (Aricia artaxerxes), der Argusbläuling (Plebejus argus) und der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi). Auch Nachtfalter wie die Obelisken-Erdeule (Euxoa obelisca) oder der Satyr-Blütenspanner (Eupithecia satyrata) sind auf sie angewiesen. Die leichten Samen (1,2 mg) dienen als Nahrungsgrundlage und werden durch den Wind oder vorbeistreifende Tiere verbreitet. Die lange Blütezeit von Juni bis Oktober bietet über viele Monate hinweg eine verlässliche Anlaufstelle für Bestäuber.
Bitte beachte, dass das Gewöhnliche Sonnenröschen laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. In einem Garten, in dem kleine Kinder spielen, solltest du daher vorsichtig sein und darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Im Falle eines Unfalls kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.109 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Blüten Licht benötigen, um sich zu öffnen.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte eher trocken bis mäßig feucht sein; Staunässe unbedingt vermeiden.
Ellenberg Nährstoffe 2: Setze die Pflanze in mageren, nährstoffarmen Boden. Zu viel Dünger schadet der Standfestigkeit.
Ellenberg Reaktion 8: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Wuchshöhe: Mit nur 0,12 m eignet sich die Pflanze perfekt für den Vordergrund oder Steingärten.
Pflege: Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte fördert die Vitalität, ist aber kein Muss.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) oder der Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor), da sie ähnliche Ansprüche an Kalk und Licht stellen.
Das Gewöhnliche Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) gehört zur Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Kalk-Felsfluren. Als Halbstrauch verholzt es an der Basis, bleibt aber mit einer Wuchshöhe von 0,12 m sehr bodennah. Botanisch interessant ist die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die der Pflanze helfen, auf kargen Böden wichtige Nährstoffe zu erschließen.
1 Video zu Gewöhnliches Sonnenröschen

51 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
15 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_76391270
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