Bild folgtKI-generierte IllustrationMedicago lupulina
Auch bekannt als: Gelbklee, Hopfen-Schneckenklee, Hopfen-Klee, Hopfenklee
111
Arten
interagieren
283
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Hopfen-Luzerne (Medicago lupulina) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren winzigen, kugeligen gelben Blütenköpfen, die an Miniatur-Hopfendolden erinnern, ist sie eine charmante Erscheinung auf jeder Gartenfläche. Als Stickstoff-Sammler verbessert sie ganz nebenbei deinen Boden und ist eine unverzichtbare Futterquelle für Insekten wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) oder den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Du kannst sie wunderbar als natürlichen Bodendecker nutzen, der wenig Arbeit macht und viel Nutzen stiftet. Schau doch mal genau hin, ob sie sich nicht schon in einer Ecke deines Gartens angesiedelt hat.
Kleine Blüte, große Hilfe: Die Hopfen-Luzerne nährt Wildbienen bis in den Herbst.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Hopfen-Luzerne eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Wildbienen. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum). Mit einem Nektarvolumen von 0,063 Mikrolitern pro Blüte liefert sie zwar feine Mengen, die aber durch die Vielzahl der Einzelblüten für Insekten wie die Dickkopf-Schmalbiene (Lasioglossum calceatum) sehr attraktiv sind. Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) nutzt sie als Nektarpflanze. Da sie bis in den September hinein blüht, schließt sie wertvolle Nahrungslücken im Spätsommer.
Die Datenbank stuft die Pflanze als nicht kindersicher ein, weshalb du in Gärten mit spielenden Kleinkindern achtsam sein solltest. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Faden-Klee (Trifolium dubium). Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal sind die Früchte: Bei der Hopfen-Luzerne werden sie schwarz, beim Klee bleiben sie braun.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Nektar
0.063 µl/Blüte
Hier sind meine Tipps für dich, damit die Hopfen-Luzerne in deinem Garten gut gedeiht:
Wähle einen vollsonnigen Standort aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; mit normaler, mäßig nährstoffreicher Gartenerde kommt sie als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, fördert sie ein gesundes Bodenleben.
Gießen musst du nur bei extremer Trockenheit, sie ist recht robust.
Eine Düngung ist nicht nötig, da sie sich über Knöllchenbakterien selbst mit Stickstoff versorgt.
Vermehrung geschieht meist von selbst durch Selbstaussaat im Spätsommer.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und fördern gemeinsam die Vielfalt der Wildbienen in deinem Garten.
Die Hopfen-Luzerne gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Man findet sie häufig auf Wiesen und an Wegrändern, wo sie als einjährige oder kurzlebige ausdauernde Pflanze wächst. Ein typisches Merkmal sind die dreizähligen Blätter mit einer kleinen Spitze in der Mitte des Endblättchens. Nach der Blüte bilden sich charakteristische, nierenförmige Hülsenfrüchte, die sich bei der Reife schwarz verfärben und der Pflanze ihren wissenschaftlichen Namen gaben.
Erhältlich bei Gartenexpedition.de
Partnerhinweis: Die verlinkten Produkte stammen von Gartenexpedition.de. Bei einem Kauf unterstützt du unsere Arbeit.
87 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
20 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →