Bild folgtKI-generierte IllustrationRibes rubrum agg.
Artengruppe
64
Arten
interagieren
77
Interaktionen
dokumentiert
19
Wirtsbeziehungen
Arten
An den handförmig gelappten Blättern und den im Frühjahr hängenden, grünlichen Blütentrauben lässt sich die Rote Johannisbeere (Ribes rubrum agg.) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist dieser heimische Strauch ein echtes Multitalent, da er spezialisierten Insekten wie der Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) und Schmetterlingen wie dem Kleinen Fuchs (Aglais urticae) wichtige Nahrung bietet. Die Beeren locken zudem Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) an, die für die natürliche Verbreitung sorgen. Mit einer Wuchshöhe von 1.3 m passt sie wunderbar in kleinere Hecken oder als Solitärgehölz. Du tust mit dieser Art genau das Richtige, um die heimische Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür zu unterstützen.
1.3 Meter Naturgenuss: Die heimische Futteroase für Falter, Bienen und Vögel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Strauch eine wertvolle Futterquelle für verschiedene Insekten. Besonders Schmetterlinge wie der Braune Bär (Arctia caja) und der Schlehenspanner (Angerona prunaria) nutzen die Pflanze. Auch der Kleine Fuchs (Aglais urticae) besucht die Blüten im April. Für die Vogelwelt ist der Strauch ebenfalls bedeutend: Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) schätzt die Früchte als Nahrung. Da die Samen mit 9.16 mg ein schweres Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) haben, werden sie meist über kurze Distanzen oder gezielt durch Tiere verbreitet. So fördert die Rote Johannisbeere einen geschlossenen ökologischen Kreislauf in deinem Garten.
Obwohl die Früchte der Roten Johannisbeere landläufig als essbar bekannt sind, wird die Art in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Das bedeutet, dass man Kleinkinder beim Entdecken im Garten beaufsichtigen sollte. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen heimischen Beerensträuchern besteht bei genauer Betrachtung der gelappten Blätter kaum.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
1.299 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Wert 4): Wähle einen Platz im Schatten, da die Pflanze mäßiges Licht bevorzugt und keine pralle Sonne benötigt.
Boden (Wert 6): Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein. Staunässe vermeiden, aber den Boden nie ganz austrocknen lassen.
Nährstoffe (Wert 6): Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) reicht normaler Gartenboden aus, gelegentlich Kompost im Frühjahr tut ihr gut.
Bodenreaktion (Wert 6): Ein neutraler bis schwach saurer Boden ist ideal für ein gesundes Wachstum.
Pflanzzeit: Setze den Strauch im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Platzbedarf: Plane genau 1.3 m Wuchshöhe ein und lasse seitlich genug Raum für die ausladenden Zweige.
Pflege: Schneide regelmäßig das alte Holz bodennah heraus, um die Vitalität zu erhalten.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) – sie teilt die Vorliebe für frische, eher schattige Standorte.
Die Rote Johannisbeere gehört zur Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Sie ist in Mitteleuropa indigen (einheimisch) und wird oft als Archäophyt (eine Pflanze, die vor der Entdeckung Amerikas 1492 eingeführt wurde oder hier vorkam) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum sind frische, schattige Standorte wie Auwälder oder Ufersäume. Botanisch handelt es sich um einen verholzten Strauch mit breitblättrigen, drei- bis fünflappigen Blättern. Trotz ihrer weiten Verbreitung in Gärten ist sie in der freien Natur ein fester Bestandteil unserer heimischen Flora und gilt als nicht gefährdet.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
19 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
29 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →