Bild folgtKI-generierte IllustrationAngelica sylvestris subsp. bernardiae
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren großen, flachen Doldenblüten und dem kräftigen, krautigen Wuchs lässt sich die Berg-Engelwurz sofort erkennen. Diese heimische Staude ist ein wahrer Magnet für spezialisierte Insekten und bringt Struktur in feuchtere Gartenbereiche. Besonders der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum) und das Rosen-Flechtenbärchen (Miltochrista miniata) profitieren von ihrem Nektarangebot. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,82 m fügt sie sich harmonisch in Beete ein, ohne andere Pflanzen zu erdrücken. Wenn du eine feuchte, halbschattige Ecke im Garten hast, ist sie die ideale Wahl für dich.
Magnet für den Bienenwolf: Die 0,82 m hohe Berg-Engelwurz liebt feuchte Plätze.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Berg-Engelwurz eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Insekten. Zu den regelmäßigen Besuchern zählt die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) sowie der markante Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum). Auch Falter wie das Rosen-Flechtenbärchen (Miltochrista miniata) nutzen die Pflanze als Lebensraum. Blattwespen, darunter die Gräserblattwespe und die Rübsenblattwespe, finden hier ihre Nahrung. Da die Samen mit 1,15 mg sehr leicht sind, dient die Pflanze als wichtiger Knotenpunkt für die Windausbreitung heimischer Flora im Siedlungsraum.
Die Pflanze ist leicht giftig und enthält Furanocumarine, die bei Hautkontakt und gleichzeitiger Sonnenbestrahlung eine Phytophotodermatose (schmerzhafte Hautreizung durch Lichtempfindlichkeit) auslösen können. Trage bei Pflegearbeiten im Garten daher immer Handschuhe. Im Falle von Vergiftungserscheinungen oder starken Hautreaktionen kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.821 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Nektar
0.2519 µl/Blüte
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6), absonnig bis leicht beschattet.
Boden: Die Erde sollte stets feucht sein (Feuchtezahl 7), ideal an Teichrändern oder in Senken.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer benötigt sie einen Boden mit mäßigem Nährstoffgehalt (Nährstoffzahl 6), normale Gartenerde reicht meist aus.
Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Plane genau 0,82 m Platz nach oben ein, damit sich die Dolden frei entfalten können.
Pflege: Schneide die Stängel erst im Spätwinter zurück, da die hohlen Stiele wichtige Winterquartiere für Insekten sind.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch Selbstaussaat über den Wind für Nachkommen.
Pflanzpartner: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen feuchten Bodenbedingungen liebt und die Pflanzengesellschaft natürlich ergänzt.
Die Berg-Engelwurz gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Feuchtwiesen und lichte Standorte im Halbschatten (Lichtzahl 6). Als krautige, nicht verholzte Pflanze bildet sie breite Blätter aus, die eine Fläche von etwa 5112 mm² erreichen können. Die Unterart bernardiae ist charakteristisch für unsere Region und an mäßig warme Temperaturen angepasst. Durch ihr geringes Diasporengewicht (Samengewicht) von nur etwa 1,15 mg nutzt sie den Wind zur Fernausbreitung in der Landschaft.
2 Videos zu Berg-Engelwurz


60 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
12 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →