
Calystegia sepium
Auch bekannt als: Echte Zaunwinde, Gewöhnliche Zaunwinde
Artengruppe
73
Arten
interagieren
246
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Gewöhnliche Zaunwinde an ihren großen, reinweißen Trichterblüten und den pfeilförmigen Blättern, mit denen sie sich geschickt an Zäunen und Stauden emporwindet. In einem Naturgarten ist sie weit mehr als ein bloßer Kletterer, denn sie dient als unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter. Vor allem die Raupen des imposanten Windenschwärmers (Agrius convolvuli) und des Mittleren Weinschwärmers (Deilephila elpenor) sind auf diese Pflanze angewiesen. Auch wenn sie im Garten manchmal etwas zu wuchskräftig erscheint, lohnt es sich, ihr an einem sonnigen Platz eine Rankhilfe zu überlassen. Wenn du die prächtigen Falter in der Dämmerung beobachten willst, solltest du dieses Windengewächs unbedingt behalten.
Die 1,42 Meter hohe Kinderstube für seltene Windenschwärmer und Hummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Zaunwinde eine wichtige Anlaufstelle für diverse Insekten. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle als Raupenfutterpflanze für den Windenschwärmer (Agrius convolvuli) und den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor). Aber auch erwachsene Besucher wie die Feldhummel (Bombus pascuorum) und die Westliche Kuckuckshummel (Bombus vestalis) nutzen das Angebot. Der Ringelspinner (Malacosoma neustria) und die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara) zählen ebenfalls zu den Gästen. Sogar die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) nutzt das dichte Blattwerk gern als stabilen Rahmen für ihre Netze. Mit einem Diasporengewicht (Samengewicht) von über 29 mg setzt die Pflanze auf eine Ausbreitung über kurze Distanzen, oft unterstützt durch Tiere.
Die Gewöhnliche Zaunwinde gilt als nicht kindersicher und sollte in Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren mit Bedacht gepflegt werden. Da sie zu den Windengewächsen gehört, sind bestimmte Pflanzenteile schwach giftig und können bei Verzehr Unwohlsein auslösen. Achte darauf, dass Kinder die Blüten nicht in den Mund stecken.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.416 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Feuchte 7: Halte den Boden gleichmäßig feucht; die Pflanze liebt Standorte, die niemals ganz austrocknen.
Nährstoffe 8: Als Starkzehrer benötigt sie einen fetten, stickstoffreichen Boden – regelmäßige Kompostgaben sind ideal.
Boden: Kalkhaltige oder basische Böden (pH-Wert um 7) werden bevorzugt.
Wuchsform: Plane für die Kletterpflanze eine Wuchshöhe von 1.42 m ein und biete ihr Zäune oder Stäbe als Halt an.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie kräftig wächst, kannst du sie nach der Blüte im Herbst bodennah zurückschneiden.
Gute Partnerin: Die Echte Zaunwinde harmoniert hervorragend mit dem Echten Baldrian (Valeriana officinalis) – beide lieben feuchte, nährstoffreiche Böden und ergänzen sich optisch am Gartenzaun.
Die Gewöhnliche Zaunwinde gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) und ist in Mitteleuropa eine weit verbreitete, indigene (einheimische) Art. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst vor allem feuchte Gebüsche, Flussauen und nährstoffreiche Säume (Grenzbereiche zwischen Wald und Offenland). Als nicht verholzte Kletterpflanze erreicht sie eine exakte Wuchshöhe von 1.42 m. Da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Stickstoffbedarf) ist, zeigt sie im Garten zuverlässig nährstoffreiche Bodenstellen an.
1 Video zu Gewöhnliche Zaunwinde (Artengruppe)

54 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
12 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © bazruh@gmail.com / Adobe Stock / AdobeStock_615004825
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