Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria vulgaris
Auch bekannt als: Kleines Löwenmaul, linaire commune, Echtes Leinkraut, Frauenflachs, Gemeines Leinkraut
57
Arten
interagieren
211
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt das Gewöhnliche Leinkraut durch seine aufrechten Trauben mit den hellgelben Rachenblüten auf, die an kleine Löwenmäulchen erinnern. Diese ausdauernde Wildpflanze ist ein Gewinn für jeden sonnigen Garten, da sie auf ganz normalem Boden hervorragend gedeiht. Sie dient spezialisierten Nachtfaltern wie der Erbseneule oder der Marmorierten Sonneneule (Heliothis viriplaca) als unverzichtbare Raupenfutterpflanze. Auch der bekannte Kleine Fuchs (Aglais urticae) besucht die Blüten regelmäßig zur Nektaraufnahme. Wenn du eine robuste, heimische Art suchst, die wenig Pflege braucht und das Auge erfreut, machst du mit dem Leinkraut alles richtig.
Sechs Monate Blütenfreude und die wichtigste Kinderstube für die Erbseneule.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Leinkraut eine zentrale Lebensader für spezialisierte Insekten. Die Raupen der Erbseneule und der Marmorierten Sonneneule (Heliothis viriplaca) sind auf das Kraut als Futterquelle angewiesen. Unter den Tagfaltern nutzt insbesondere der Kleine Fuchs (Aglais urticae) das Nektarangebot der spornreichen Blüten. Auch Käferfreunde kommen auf ihre Kosten: Der Punktierte Blattkäfer (Chrysolina haemoptera) sowie verschiedene Punktkäfer nutzen die Pflanze als Lebensraum. Da die Blütezeit von April bis September reicht, bietet die Pflanze über fast das gesamte Halbjahr eine verlässliche Nahrungsquelle für die heimische Fauna.
Das Gewöhnliche Leinkraut gilt als nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Es enthält Inhaltsstoffe, die bei Einnahme Unverträglichkeiten auslösen können. In einem Haushalt mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten. Verwechslungen mit giftigen Pflanzen sind aufgrund der sehr markanten hellgelben Löwenmäulchen-Blütenform jedoch fast ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit sich die Blütenpracht voll entfalten kann.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und kommt mit fast jeder normalen, eher trockenen Gartenerde zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst das Leinkraut im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Feuchtigkeit: Staunässe mag es nicht, aber sommerliche Trockenheit ist für die tiefen Wurzeln kein Problem.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, fördert aber die Standfestigkeit im nächsten Jahr.
Düngung: Auf zusätzliche Düngergaben kannst du komplett verzichten.
Vermehrung: Es breitet sich moderat über Wurzelausläufer und Samen aus, ohne dabei andere Pflanzen zu verdrängen.
Winter: Die vertrockneten Triebe solltest du als Winterschutz für Insekten erst im Spätwinter entfernen.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium).
Ökologische Begründung: Beide Arten teilen sich den gleichen Lebensraum auf sonnigen Standorten und ergänzen sich wunderbar in ihrer Blühzeit.
Das Gewöhnliche Leinkraut (Linaria vulgaris) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (einheimisch) weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst trockene, sonnige Standorte wie Wegränder oder Magerwiesen. Die Pflanze zeichnet sich durch schmale, lanzettliche Blätter und eine charakteristische Lippenblüte mit einem langen Sporn aus. Eine Besonderheit ist die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose mit Bodenpilzen, die der Pflanze hilft, Nährstoffe auch an kargen Standorten optimal aufzunehmen.
1 Video zu Gewöhnliches Leinkraut

43 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →