Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla anserina
Auch bekannt als: Gänsewiß, Krampfkraut, Säulkraut, Gänserich, Silberkraut, Grensel
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren silbrig glänzenden Blattunterseiten fällt das Gänse-Fingerkraut (Potentilla anserina) sofort auf. Du erkennst die Pflanze an ihrem kriechenden Wuchs und den leuchtend gelben Schalenblüten, die sich von Juni bis September zeigen. Im Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie als Raupenfutter für den Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) dient und zahlreichen Wildbienen Nahrung bietet. Besonders die Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) profitiert von den flachen Blüten. Wenn du einen robusten Bodendecker suchst, der selbst auf verdichteten Wegen gedeiht, ist diese Art die ideale Wahl für dich.
Silbriger Teppichläufer und Kinderstube für seltene Würfel-Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Ressource für Wildbienen wie die Sandbiene Andrena bicolor und die Rotbeinige Erdbiene (Andrena flavipes). Mit einem Nektarvolumen von 0,0494 µl pro Blüte bietet sie zwar kleine Mengen, ist aber durch die lange Blütezeit eine verlässliche Tankstelle. Für den Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) ist sie als Raupenfutterpflanze überlebenswichtig. Zudem besuchen Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) die Blüten. Die leichten Samen (0,98 mg) werden oft über weite Strecken verbreitet und tragen zur Artenvielfalt in der Umgebung bei.
Das Gänse-Fingerkraut wird in unserer Datenbank als nicht uneingeschränkt kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren, auch wenn keine akute Giftigkeit bekannt ist. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haustiere ist die Pflanze in der Regel unproblematisch.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.161 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, die Pflanze ist sehr lichtliebend.
Boden: Ideal ist ein nährstoffreicher, feuchter und gerne lehmiger Boden; das Kraut gilt als Stickstoffanzeiger.
Wasserbedarf: Halte die Erde gleichmäßig feucht, da die Art empfindlich auf längere Trockenheit reagiert.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 cm Abstand ein, da die Ausläufer den Boden schnell teppichartig schließen.
Bodenvorbereitung: Bei sehr sandigen Böden solltest du etwas Kompost einarbeiten, um die Feuchtigkeit besser zu halten.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; falls die Pflanze zu sehr wandert, kannst du die Ausläufer einfach abstechen.
Vermehrung: Das Gänse-Fingerkraut vermehrt sich willig von selbst über seine Kriechtriebe.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – sie besiedelt ähnliche feuchte Standorte und ergänzt die gelbe Blüte durch ihre rötlichen Glocken.
Das Gänse-Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Es besiedelt natürlicherweise nährstoffreiche Feuchtwiesen, Ufer und trittbelastete Wege. Eine morphologische Besonderheit ist der Ausläuferwuchs: Die Pflanze bildet oberirdische Kriechtriebe, die an den Knoten Wurzeln schlagen. Die gefiederten Blätter besitzen eine seidige Behaarung, die das Sonnenlicht reflektiert und so vor Verdunstung schützt.
3 Videos zu Gänse-Fingerkraut



95 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloRes_2022
•Mendeley_UK_2022
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →